Autor Thema: Blasenspiegelung - Zystoskopie, gibt es etwas Ärgeres  (Gelesen 3150 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Dietmar E.

  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 1.797
  • Geschlecht: Männlich
Blasenspiegelung - Zystoskopie, gibt es etwas Ärgeres
« am: 03. Dezember 2007, 00:23 »

Die Blasenspiegelung,
auch Zystoskopie genannt,
ist für manche Patientinnen und Patienten kein Problem. Andere wieder haben eine irre Angst, daSchmerzen, in der Nachsorge.

Auch kam es z. B. bei mir oft vor, dass die Schmerzen dann einige Tage andauerten.
Weiters kam es manchmal zu Entzündungen.

Ein Urologe macht dies in der Ordination, der andere nur in der Klinik, der nächste nur unter Vollnarkose.

Wie war/ist das bei euch?


Wer hat schon eine Fluoreszenzzystoskopie gehabt, mit

5ALA (nicht zugelassen)

HEXVIX (neu)

Hypericin (Studie gerade in Salzburg) ?

"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Dietmar E.

  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 1.797
  • Geschlecht: Männlich
Blasenspiegelung - Zystoskopie, Vorbeugung auf Entzündungen
« Antwort #1 am: 03. Dezember 2007, 00:27 »

Entzündungen.

Diese merkt man an Schmerzen, manchgmal, aber immer mit der Harnuntersuchung.

Ich bekam da immer das üblich Cipro!

Interessant nachstehender Bericht:


England

Neal DE, et al. Single dose of ciprofloxacin before cystoscopy cuts bacteriuria rates. BJU Int 2007;100:826-9.

Nach einer Blasenspiegelung mit dem flexiblen Zystoskop kommt es oft zur vermehrten Ausscheidung
von Bakterien im Urin (Bakteriurie) und zu Harnwegsinfekten.
In einer großen Studie an der Universität Cambridge, bei der 2481 Patienten 1 Stunde vor der Spiegelung
entweder ein Plazebo oder 1 Tablette Trimethoprim (200 mg) oder 1 Tablette Ciprofloxacin (500 mg) bekamen,
fiel die Bakteriurie-Rate von 9% in der Plazebo-Gruppe auf 5% in der Trimethoprim-Gruppe und auf 3% in der Ciprofloxacin-Gruppe.

Die Autoren raten deshalb Patienten, vor der Zystoskopie mit dem flexiblen Zystoskop unter lokaler Anästhesie
eine Tablette Ciprofloxacin zu schlucken. Das Risiko für ein Auftauchen resistenter Stämme durch diese
Einmaldosis schätzen die Autoren als gering ein.
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)