Autor Thema: Schlaf  (Gelesen 7538 mal)

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admin

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Lebensdauer - Schlaf
« Antwort #15 am: 11. Mai 2010, 19:40 »

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/41097/Kurzschlaefer_sterben_frueher.htm

Kurzschläfer sterben früher

pa

Coventry – Wer ständig zu wenig Schlaf bekommt, muss einer Meta-Analyse in Sleep (2010; 33: 585-592) zufolge früher sterben. Noch gefährlicher leben notorische Langschläfer. Die Schlafdauer hat in den Industriegesellschaften ständig abgenommen. Auf kurze Sicht führt ein Schlafdefizit zu Konzentrationsstörungen und einer verminderten Leistungsfähigkeit. Ärzte begehen am Ende langer Bereitschaftsdienste häufiger Fehler.

Auf lange Sicht schädigt ein Schlafmangel nicht nur die psychische Gesundheit. Auch somatische Erkrankungen, etwa ein Typ-2-Diabetes mellitus, sind wiederholt mit einem Schlafmangel in Verbindung gebracht worden.

Am Ende steht eine erhöhte Sterblichkeit, die Francesco Cappuccio von der Universität von Warwick in Coventry in einer Meta-Analyse dokumentiert. Sie fasst die Ergebnisse aus 16 prospektiven Kohortenstudien mit über einer Million Teilnehmern zusammen.

Danach beträgt die optimale Schlafdauer für einen Erwachsenen sechs bis acht Stunden am Tag. Weniger Schlaf war mit einem um 12 Prozent erhöhten Sterberisiko assoziiert (relatives Risiko RR 1,12; 95-Prozent-Konfidenzintervall 1,06-1,18). Bei neun oder mehr Stunden Schlaf war das Sterberisiko sogar um 30 Prozent erhöht (RR 1,30; 1,22-1,38).

Die Assoziation erlaubt keine Aussagen über die pathogenetischen Zusammenhänge. Denkbar ist, dass lange Schlafzeiten Ausdruck von chronischen Krankheiten sind, beispielsweise Herzinsuffizienz oder Depressionen, die zu einer Verkürzung des Lebens führen.

zum Thema

    * Abstract der Studie
    * Pressemitteilung der University of Warwick

Ebenso kann Schlafmangel ein Marker für einen ungesunden Lebensstil sein, der durch andere Noxen (Alkohol, Zigaretten, Bewegungsmangel) gekennzeichnet ist, die das Sterberisiko erhöhen. Längerer Schlaf würde dann das Sterberisiko nicht mindern. Inwiefern berufliche Anforderungen (Schichtarbeit) sich negativ auf die Lebenserwartung auswirken, müsste noch untersucht werden. © rme/aerzteblatt.de

Richi

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Ausschlafen hilft
« Antwort #16 am: 02. August 2010, 19:39 »
Ausschlafen hilft

Zu wenig Schlaf ist ungesund. Aber wer sich nach Phasen eines Schlafmangels ausschläft, dessen Körper kann sich wieder erholen. Unter Umständen muss man dazu allerdings mehrmals hintereinander ausschlafen.
Je nachdem, wie groß der Schlafmangel war.
Quelle: Sleep

Mehr dazu in Leonardo
http://www.wdr5.de/sendungen/leonardo/s/d/02.08.2010-16.05/b/zu-wenig-schlaf-macht-krank.html

Sissi

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Schlaflosigkeit bei älteren Menschen
« Antwort #17 am: 10. August 2010, 21:23 »
Schlaflosigkeit bei älteren Menschen – dies ist ein verbreitetes Phänomen mit vielen Ursachen. Einer bislang noch unentdeckten weiteren Ursache sind Augenärzte auf der Spur. Und zwar wurde im Jahr 2001 festgestellt, dass sich in der Netzhaut Melanopsin-Rezeptoren befinden, das sind Lichtempfänger, die sich auf blaues Licht mit der Wellenlänge 480 nm spezialisiert haben. Gemeint ist hier nicht blau gefärbtes Licht, das zum Beispiel von einer blauen Lampe stammt, sondern der Blauanteil des normalen Sonnenlichts. Die spezielle Lichtempfänger im Auge nehmen das blaue Licht auf und führen die Information an eine Stelle im Gehirn weiter, die das Melatonin und damit den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus des Körpers (circadianer Rhythmus) reguliert. Dass wir morgens wach und abends müde werden, geht darauf zurück.
Wenn nun in den Blaulichtempfängern im Auge weniger Licht ankommt, wird der natürliche Tag-Nacht-Rhythmus gestört. Und hier sind wir jetzt bei einer Ursache der Schlaflosigkeit angelangt: Bei älteren Menschen haben sich die Augenlinsen meist ins gelbliche verfärbt. Sie wirken dann wie ein Blaulichtfilter und schirmen das blaue Licht ab. Dies führt möglicherweise zu Störungen im Tag-Nacht-Rhythmus des Körpers und zu Schlaflosigkeit. Dies ist in der Ärzte Zeitung online vom Montag zu lesen. Nun wird überlegt, ob es wirklich so sinnvoll ist, bei einer Staroperation eine gelbe, blaulichtfilternde Kunstlinse zu wählen. Ob sich die Schlafqualität bessert, wenn eine farblose (aber trotzdem UV-Licht-filternde) Kunstlinse eingesetzt wird, muss noch geprüft werden.
Unser Tipp: Um Ihre Schlafqualität zu verbessern, hilft es auf jeden Fall, wenn Sie sich so viel wie möglich dem natürlichen Licht aussetzen. Tanken Sie regelmäßig Licht, am besten ist die frühe Morgensonne geeignet, um Ihren Tag-Nacht-Rhythmus zu stabilisieren.
 
Lesen Sie dazu auch:
• Schlafstörungen
• Verkehrslärm lässt schlecht schlafen
• Schlafprobleme durch Stress und Überforderung
• Chronischer Schlafmangel erhöht Sterberisiko
• Schnarchen verschlechtert Schulnoten
• Trügerische Frühlingspower

 

 
Autor: Wissen Gesundheit - Dr. Beatrice Wagner
 

 

 
www.wissen-gesundheit.de.


Jutta

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Chronische Schlafprobleme sind Warnsignale
« Antwort #18 am: 03. September 2010, 19:49 »
Chronische Schlafprobleme sind Warnsignale

Expertin: "Falsche Gewohnheiten oder Krankheit können Ursache sein"
 

Müde am Tag: Wer nachts nicht schlafen kann, sollte die Ursache suchen(Foto: aboutpixel.de/Gastmann)

London/Berlin (pte/03.09.2010/06:10) - Viele Menschen kämpfen lange mit dem Einschlafen, wachen nachts häufig oder morgens zu früh auf. Warum dies so ist, hat die Medizin bis heute noch immer nicht vollständig geklärt. Die britische Vereinigung der Psychopharmakologen http://www.bap.org.uk hat den Stand der Forschung zusammengefasst und gibt im "Journal of Psychopharmacology" einen aktualisierten Überblick über die Behandlung bei chronischer Schlaflosigkeit. Der Grundtenor der Forscher ist, dass die Reaktion an die jeweilige Situation angepasst sein muss.

Zuerst den Lebensstil überprüfen

Denn meistens hat schlechter Schlaf über Wochen hinweg konkrete Gründe. Tatjana Crönlein, Leiterin der Arbeitsgruppe Insomnie bei der deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin http://www.dgsm.de, rät im Fall des Falles zuerst einen Blick auf die eigene Schlafhygiene zu werfen. Die Umstellung oder Neueinnahme von Medikamenten kann ebenso das Durchschlafen erschweren wie zu lange Bettzeiten oder ungewolltes Einnicken am Abend. "Häufig ist auch unbewusster Stress im Spiel, etwa bei neuen Anforderungen im Beruf oder Familienproblemen", so die Expertin gegenüber pressetext.

Trifft das alles nicht zu, so rät Crönlein in jedem Fall eine medizinische Abklärung noch vor Beginn jeglicher Therapie. "Ständige Schlafprobleme können Warnzeichen des Körpers sein, dass etwas nicht stimmt. Dahinter steckt manchmal eine schlafbezogene Atemstörung oder eine andere internistische Erkrankung." Wichtig sei auch zu prüfen, ob sich Antrieb und Stimmung generell verändern. "Schlafprobleme können auch eine beginnende Depression anzeigen", so die Schlafforscherin. Erste Ansprechperson ist der Hausarzt, Schlafuntersuchungen gibt es mittlerweile auch in mobiler Form.

Früher Tod und mehr Depressionen

Doch auch wenn eine Krankheit ausgeschlossen wird, sollte man auf das Körpersignal reagieren. Denn immer neue Folgen von zu wenig Schlaf werden bekannt, berichtet die Fachzeitschrift "Sleep". Bei Jugendlichen wächst etwa mit jeder fehlenden Schlafstunde das Risiko für Depressionen und Angstzustände um ein Siebtel. "Wer schon psychische Probleme hat, verschlechtert seinen Zustand damit noch weiter", so Studienautor Nick Glozier von der Universität Sydney http://www.usyd.edu.au . Untersucht wurden dazu 21.000 Jugendliche.

Daneben beansprucht Schlafmangel auch den Körper. Forscher vom Penn State College of Medicine http://pennstatehershey.org wiesen ein viermal höheres Sterberisiko innerhalb von 14 Jahren nach - und zwar bei Männern mittleren Alters, die ständig weniger als sechs Stunden schliefen. Zudem stieg die Häufigkeit von hohem Blutdruck und Diabetes Typ 2. Störfaktoren wie der Body-Mass-Index, Rauchen, Alkohol, Depressionen und Schlafapnoe wurden dabei herausgefiltert. Andere Studien berichten allerdings auch von erhöhter Sterblichkeit bei zuviel Schlaf.

Mädchen essen fetter

Frauen reagieren auf ständigen Schlafmangel und Schlafstörungen scheinbar anders. Mädchen im Teenager-Alter ernähren sich etwa schlechter, wenn sie während der Woche wenig schlafen. Das erhob ein Team um Susan Redline vom Brigham and Women's Hospital http://www.brighamandwomens.org . Je weniger Schlaf, desto mehr Kalorien bezog diese Gruppe aus Fetten und desto weniger von Kohlehydraten, zudem wuchs der Heißhunger auf Kalorien zwischen den Hauptmahlzeiten. Die Forscher bezeichnen guten Schlaf daher auch als wichtig für die Prävention von Übergewicht.

"All diesen Studien zeigen an, wie wichtig gesunder Schlaf ist und wie wichtig es ist, Schlaf weiterhin zu erforschen", kommentiert Crönlein. Schlechter Schlaf führe allerdings nicht generell zu früherem Ableben, Dicksein oder psychischen Störungen. "Im Falle des Falles sollten Schlafstörungen ernst genommen werden, jedoch nicht zu Panik führen", rät die deutsche Schlafexpertin. (Ende)

Evi

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Ratgeber „Drei Wege zum guten Schlaf“
« Antwort #19 am: 27. Juli 2011, 20:39 »
18.07.2011 
   
   Ratgeber „Drei Wege zum guten Schlaf“

Schlafstörungen ist für jeden Zweiten ein Thema. Was können wir tun, um wieder gut zu schlafen? Eva M. Kahler zeigt drei Wege auf, den naturheilkundlichen, den psychotherapeutischen und den spirituellen Weg, die uns wieder ein- und durchschlafen lassen.

„In guten Schlafphasen kannten mich meine Freunde als unternehmungslustig, fröhlich und offen. Je schlechter ich schlief, desto stiller und zurückgezogener verhielt ich mich. Nach dem Büro strebte ich sofort nach Hause, zu erschöpft für Unternehmungen, ging früh schlafen – und lag doch wieder stundenlang wach.“

Das informative und unterhaltsame Sachbuch basiert auf eigenen Erfahrungen der Autorin, die schließlich mit Hilfe einer Psychotherapie ihren Schlaf maßgeblich verbessern konnte. Behandelt werden die Themen Naturheilkunde (Schüssler-Salze, Coffea, Nux vomica,Vitamin B), Bewältigungsstrategien bei seelischen Problemen, Entspannung (Autogenes Training, Yoga), Vertrauen.

Eva M. Kahler
Drei Wege zum guten Schlaf
ISBN: 978-3-86237-428-1
11,90EUR