Autor Thema: Rückenschmerz sanft gelindert?  (Gelesen 1458 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Sissi

  • intensiv Benutzer
  • ****
  • Beiträge: 359
  • Geschlecht: Weiblich
Rückenschmerz sanft gelindert?
« am: 24. Juni 2008, 09:13 »

Homöopathische und anthroposophische Therapiekonzepte können den Behandlungserfolg bei Patienten mit Rückenschmerzen deutlich bessern. Wie diese Methoden eingesetzt werden können, wird anschaulich erklärt im Buch "Homöopathie bei Rückenschmerzen". "Durch die Kombination von Homöopathie und anthroposophischer Medizin dürfen erhebliche Verbesserungen teilweise sogar in hoffnungslosen Fällen erwartet werden", so der Herausgeber Dr. Johannes Wilkens.

Die anthroposophische Therapie, ein relativ leicht zu lernendes Behandlungsverfahren, verbessert dabei das Grundbefinden der Patienten deutlich und stärkt die, wie Wilkens sagt, "Schwachstelle Rücken". Die ideale Ergänzung dazu sind homöopathische Arzneimittel, die sich bei bestimmten Indikationen bewährt haben. Die wichtigsten dieser Mittel werden vorgestellt. Dabei hebt Wilkens besonders die Kreuzotter (Vipera berus) und die Kreuzspinne (Aranea diadema) hervor. "Beide Tiergifte sind von unschätzbarem Wert in der Behandlung von chronischen Schmerzpatienten und leider viel zu wenig in ihrer Bedeutung bekannt."

Wie mit anthroposophischer und homöopathischer Medizin umgegangen wird, wird an konkreten Beispielen erklärt. So sind die Empfehlungen in dem Buch im Praxisalltag direkt und schnell umsetzbar.

Johannes Wilkens (Hrsg.): Homöopathie bei Rückenschmerzen unter Berücksichtigung der anthroposophischen Medizin. Hippokrates Verlag, Stuttgart, 2008. 94 Seiten mit schwarz-weißen Abbildungen. Euro 24,95. ISBN 978-3-8304-5386-4.

Sissi

  • intensiv Benutzer
  • ****
  • Beiträge: 359
  • Geschlecht: Weiblich
Rückenschmerz? Psychotherapie!
« Antwort #1 am: 26. Februar 2010, 23:15 »
Freitag, 26. Februar 2010

Medizin Psychotherapie lindert Rückenschmerzen

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/40232/Psychotherapie_lindert_Rueckenschmerzen.htm

Coventry – Eine Variante der kognitiven Verhaltenstherapie hat in einer randomisierten Studie akute oder chronische Rückenschmerzen deutlich gelindert. Die Gruppentherapie wäre nach einer Berechnung im Lancet (2010; doi: 10.1016/S0140- 6736(09)62164-4) auch kosteneffektiv.

Viele Patienten führen Rückenschmerzen auf eine Beschädigung der Bandscheiben zurück. Auf den “Verschleiß” reagieren sie mit einer Schonhaltung, eventuell sogar mit einer Bettruhe, die in den meisten Fällen medizinisch nicht angezeigt ist, da sie die Beschwerden, die häufiger ihre Ursache in Muskelverspannungen haben, verstärken können.

Die Einsicht in diese Pathogenese und die möglichst rasche Wiederaufnahme körperlicher Aktivität war das Ziel einer Gesprächstherapie, die im Back Skills Training Trial mit einer konventionellen Beratung verglichen wurde, die in der Ausgabe eines Ratgebers gegen Rückenschmerzen (The Back Book des Royal College of General Practitioners) bestand.

An 56 Allgemeinarztpraxen in sieben Regionen in England nahmen etwa 600 Patienten an der Studie teil. Sie wurden im Verhältnis 2:1 auf die kognitive Verhaltenstherapie oder eine Beratung randomisiert. Patienten mit ernsthaften Ursachen der Rückenschmerzen waren natürlich ausgeschlossen.

zum Thema

    * Abstract der Studie
    * Studienhomepage

Um die Kosten der kognitiven Gesprächstherapie niedrig zu halten, wurde sie nach einer ersten individuellen Beratung (1,5 Stunden) in sechs Gruppensitzungen (à 1,5 Stunden) absolviert. Nach zwölf Monaten wurde die Wirkung mit zwei etablierten Rückenschmerzfragebögen (Roland Morris Disability Questionnaire und dem modifizierten Von Korf-Modell) erfasst.

Wie Sarah Lamb von der Warwick Universität in Coventry und Mitarbeiter der Oxford Universität berichten, hat die Therapie ihr Ziel erreicht. Bei 60 Prozent der Patienten haben sich die Rückenschmerzen langfristig gebessert, während es in der Kontrollgruppe nur 31 Prozent waren.

Allerdings zweifelten viele Patienten an der Therapie, denn nur 63 Prozent nahmen daran teil. Vielen erschien sie als eine nicht angemessene Reaktion auf ihre zweifellos heftigen Beschwerden: Jeder neunte verweigerten sich von vornherein der Psychotherapie.

Einsichtigere Patienten profitierten allerdings von der Behandlung. Für das Gesundheitswesen könnte es eine sehr kosteneffektive Therapie sein. Bei Kosten von 187 Pfund für die Gesprächstherapie (gegenüber 16,32 Pfund für die Beratung) errechnen Lamb Kosten von 1.786 Pfund für ein gewonnenes Lebensjahr in guter Lebensqualität (quality-adjusted life-year, QALY).

Das “Bewusstseinstraining” sei günstiger als Akupunktur oder Physiotherapie, meint auch Laxmaiah Manchikanti vom Pain Management Center in Paducah, Kentucky in einem Kommentar (Lancet 2010; doi: 10.1016/S0140- 6736(10)60277-2).

© rme/aerzteblatt.de

Edi

  • intensiv Benutzer
  • ****
  • Beiträge: 399
  • Geschlecht: Männlich
Rückenschmerz und Ultraschall
« Antwort #2 am: 22. Juni 2011, 20:45 »
Nervenblockaden: Ultraschall erleichtert Schmerzausschaltung

Moderne Ultraschallgeräte machen den Verlauf von Nerven sichtbar. Waren sie lange Zeit für die Regionalanästhesie zu unhandlich, nutzen Schmerztherapeuten heute tragbare Sonografie-Geräte, um treffsicher gezielt einzelne Nerven zu betäuben, sei es zum Beispiel in der Achselhöhle oder an der Wirbelsäule. 21.06.2011

Obwohl es bereits seit mehr als 20 Jahren möglich ist, Nervenzellen mit Ultraschall darzustellen, hat sich die Sonografie lange nicht in der Regionalanästhesie durchgesetzt. „Lange Zeit waren die Geräte für die Anwendung in der Schmerztherapie zu unhandlich”, sagt Doktor Stefan Nöldeke, Vorstandsmitglied der DEGUM und Chefarzt der Abteilung für Gefäßchirurgie – Vaskuläre und endovaskuläre Chirurgie – Venenzentrum, am Klinikum Garmisch-Partenkirchen.

Mit zunehmender Verkleinerung und wachsender Verbreitung tragbarer hochauflösender Geräte haben sich die Voraussetzungen inzwischen deutlich verbessert. „Heute müssen wir den Patienten nicht mehr zum Ultraschallgerät transportieren”, erläutert Nöldeke: „Die Untersuchung ist auch am Krankenbett möglich.”

Bei der Regionalanästhesie führt der Schmerztherapeut mit einer Hand die Ultraschallsonde, während er mit der anderen Hand die Injektionsnadel in Richtung des Zielnerven vorschiebt. Beides, Nadel und Nerv, werden auf dem Monitor sichtbar. „Selbst die Verteilung des Betäubungsmittels im Gewebe kann verfolgt werden”, sagt Nöldeke.

Unter diesen Bedingungen gelingen Nervenblockaden auch an schwierigen Stellen, zum Beispiel die Plexusblockade in der Achselhöhle, wo eine Vielzahl von Sehnen, Blutgefäßen und Nerven neben- und übereinander verlaufen.

Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Epiduralanästhesie in der Geburtshilfe. Für eine schmerzfreie Geburt müssen die Ärzte das Betäubungsmittel in die unmittelbare Nähe des Rückenmarks leiten. „Das gelingt auch erfahrenen Anästhesisten nicht immer auf Anhieb”, berichtet Nöldeke: „Ultraschall ist hier eine willkommene Hilfe.” Die Steigerung der Erfolgsrate sei inzwischen durch Studien belegt. Im Einzelfall könnten Anfänger mit einem Ultraschallgerät sogar ihre erfahrenen Kollegen übertreffen.



MEDICA.de; Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM)
 
 

Edi

  • intensiv Benutzer
  • ****
  • Beiträge: 399
  • Geschlecht: Männlich
Wirbelsäulentag im Wiener Hartmannspital
« Antwort #3 am: 23. Januar 2012, 12:58 »



Starkes Interesse beim 1. Wirbelsäulentag im Hartmannspital

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20120123_OTS0007/starkes-interesse-beim-1-wirbelsaeulentag-im-hartmannspital-bild
BILD zu OTS - Im Bild v.l.n.r.: Univ.-Prof. Dr. Hans Tilscher (Festvortrag), Generaloberin Sr.M.Mag.pharm. Hilda Daurer, Bezirksvorsteher Ing. Wimmer, Ärztlicher Direktor Prim. Dr. Marcus Franz, MSc und der Leiter der interdisziplinären Schmerztherapie im Hartmannspital OA Dr. Rudolf Keusch freuten sich über die zahlreichen interessierten Besucher


   Wien (OTS) - Am Samstag den 21. Jänner fand im Hartmannspital
erstmalig ein "Wirbelsäulentag" statt. Rund 500 Besucher nutzten die
Gelegenheit, wissenswertes über Wirbelsäulenbeschwerden zu erfahren
und das Therapieangebot der interdisziplinären Schmerztherapie im
Hartmannspital kennen zu lernen.

   Der Bezirksvorsteher von Margareten, Ing. Kurt Wimmer eröffnete
die Veranstaltung und betonte den Stellenwert des Hartmannspitals als
Ordensspital in der Wiener Spitalslandschaft.

   Univ.-Prof. Dr. Hans Tilscher sprach in seinem Festvortrag über
"Das Kreuz mit dem Kreuz", ein typisches Merkmal des modernen
Menschen. Der konservativen Orthopädie und der manuellen Medizin
komme dabei eine tragende Rolle in der Schmerztherapie zu, da sie den
Blick nicht nur auf die Befunde, sondern auf den ganzen Menschen
richtet und die Patienten im wahrsten Sinne des Wortes "begreift".
Die Kombination von konservativer Orthopädie mit Heilgymnastik,
physikalischen Maßnahmen, psychologischer Arbeit und Bewegung stelle
die Grundlage für das aktivierende und erfolgreiche
Behandlungskonzept im Hartmannspital dar.

   Der Leiter der Schmerztherapie, OA Dr. Rudolf Keusch, sprach über
"Die Therapie des akuten Bandscheibenvorfalls". Im Hartmannspital
werden, wenn notwendig, auch Wurzelblockaden, Denervierungen und CT
gezielte Interventionen zur Schmerzbehandlung durchgeführt.

   Der renommierte Neurochirurg OA Dr. Rudolf Blauensteiner
referierte über "Operative Möglichkeiten bei Beschwerden der
Wirbelsäule." Dr. Blauensteiner führt als Konsiliarchirurg regelmäßig
Bandscheiben-Operationen im Hartmannspital durch.

   "Dieser große Ansturm verdeutlicht umso mehr, dass der Bedarf an
orthopädischer Schmerztherapie riesengroß ist. Wir im Hartmannspital
leisten mir unserer interdisziplinären und ganzheitlichen
Schmerztherapie einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der
Bevölkerung", betont der Ärztliche Direktor Prim. Dr. Marcus Franz.

Das Programm war vielfältig und bot einen breiten Einblick in das
Leistungsspektrum:

   Im "Experten-Zimmer" beantworteten Fachärzte für Orthopädie Fragen
der Besucher, Schröpfen, Spineliner und Biofeedback konnten probiert
werden.

   Physiotherapeutinnen erklärten das Behandlungsangebot des
hauseigenen Physikalischen Instituts, zeigten Übungen für Jedermann
und die Leiterin Dr. Charlotte Knoll sprach über Physiotherapie als
Möglichkeit, Rückenschmerzen  in den Griff zu bekommen.
Ergotherapeuten machten die Besucher auf rückenschonendes Sitzen und
Heben aufmerksam.

   Das Diagnosezentrum Margareten öffnete seine Pforten, die Besucher
konnten ein Knochendichte-Vorscreening durchführen lassen und
bildgebende Geräte, wie zum Beispiel die hochauflösende
Computertomographie besichtigen.

   Mitarbeiterinnen der Pflege boten Blutzucker- und
Blutdruckmessungen an und stellten selbstgemischte Schmerzöle der
Stabsstelle Komplementäre Pflege / Aromapflege vor.

   Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
   und Fotos:
   Mag. Bianca Lutz
   01 / 54605 - 2460
   blutz@hartmannspital.at