Autor Thema: Darmkrebs - Vorsorge Wiederholung alle 5 Jahre  (Gelesen 938 mal)

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Dietmar E.

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Darmkrebs - Vorsorge Wiederholung alle 5 Jahre
« am: 23. September 2008, 16:59 »
23/09/08,16:27, Elsevier Von Mary Ann Moon

Fünf-Jahres-Intervall für kolorektales Re-Screening erscheint sicher

Bei Patienten mit einem durchschnittlichen Risiko für ein kolorektales Karzinom, deren initale Screening-Koloskopie keine Auffälligkeit zeigt, scheint ein Intervall von fünf Jahren oder länger bis zur nächsten Untersuchung sicher, so ein Bericht im New England Journal of Medicine vom 18. September.

Das Fünf-Jahres-Risiko für Darmkrebs sei bei solchen Patienten extrem niedrig und das Risiko fortgeschrittener Neoplasien sei ebenfalls niedrig – Befunde, die „ein Re-Screening nach einem Intervall von fünf Jahren oder mehr befürworten“, erklärten Dr. Thomas F. Imperiale von der Indiana University in Indianapolis und seine Kollegen.

In einer Gruppe von 1256 Personen mittleren Alters mit durchschnittlichem Darmkrebsrisiko bestimmten die Wissenschaftler die Inzidenz jeglicher Neoplasien und fortgeschrittener Neoplasien in einer Re-Screening-Koloskopie nach fünf Jahren. Die Studienteilnehmer hatten sich zwischen 1995 und 2000 bei 36 Gastroenterologen in sieben klinischen Zentren in Indiana einer initialen Screening-Koloskopie unterzogen. 1057 der Untersuchten hatten zu diesem Zeitpunkt keine Polypen und 199 lediglich hyperplastische Polypen.

Fünf Jahre später unterzogen sie sich im Durchschnittsalter von 57 Jahren einer Follow-up-Koloskopie. Dabei wurden keine Karzinome entdeckt.

201 Teilnehmer (16 Prozent) wiesen jedoch im Re-Screening neoplastische Polypen auf, 16 Personen (1,3 Prozent) hatten im Re-Screening fortgeschrittene Neoplasien. Diese Ergebnisse ähnelten jenen früherer Studien zum Intervall-Rescreening von Personen mit Normalbefund in der Erst-Koloskopie, sagten die Wissenschaftler (N. Engl. J. Med. 2008;359:1218-24).

In einem Begleitkommentar erklärte Dr. Robert H. Fletcher, emeritierter Professor der Harvard Medical School, Boston, auch wenn Intervalle von fünf bis zehn Jahren zwischen den Screenings empfohlen wurden, „haben die Intervalle zwischen Koloskopien in der klinischen Praxis diese Evidenz offenbar nicht widergespiegelt.“

„In einer Umfrage erklärten Endoskopeure in den Vereinigten Staaten, Koloskopien in erheblich kürzeren Intervallen durchzuführen, als von Expertengruppen empfohlen wird. Vielleicht werden die praktizierenden Endoskopeure durch stärkere Belege für die Sicherheit längerer Intervalle davon überzeugt, die Dauer zwischen Koloskopieuntersuchungen auszudehnen“, sagte Dr. Fletcher (N. Engl. J. Med. 2008;359:1285-7).

An Dr. Imperiales Studie waren Angestelllte, Pensionäre und sonstige von Eli Lilly and Co. abhängige Personen beteiligt. Die Studie wurde jedoch durch Gelder des U.S. National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases gesponsert und potenzielle Interessenskonflikte traten nicht auf. Dr. Fletcher gab an, als bezahlter Berater für Exact Sciences tätig zu sein.

"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Werner

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Darmkrebs - CT-Kolonographie statt Screening-Koloskopie?
« Antwort #1 am: 01. Oktober 2008, 23:33 »

CT-Kolonographie statt Screening-Koloskopie?

Viele Menschen können sich nicht mit dem Gedanken an eine Koloskopie anfreunden und lassen deshalb die Früherkennungsuntersuchung für kolorektale Karzinome sausen. Eine Alternative könnte die Kolonographie mittels CT sein, die ihre Tauglichkeit bereits bei Karzinomen und großen Adenomen unter Beweis gestellt hat. mehr