Autor Thema: PET-CT, PET-MR  (Gelesen 832 mal)

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Sissi

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PET-CT, PET-MR
« am: 06. Dezember 2008, 17:44 »
Wegen Engpässen bei Technetium-Szintigraphie

PET mit 18-Fluorid bis Februar 2009 Kassenleistung

05.12.08 - Die bisher nicht als Kassenleistung anerkannte Positronen-Emissions-Tomographie (PET) mit 18-Fluorid kann bis Ende Februar 2009 als alternative Untersuchungsmethode in der Nuklearmedizin eingesetzt werden.

Dies haben die KBV und der GKV-Spitzenverband in der Sitzung des Bewertungsausschusses am vergangenen Dienstag beschlossen. Mit dieser Entscheidung für eine vorübergehende Kostenerstattung soll der aktuelle Versorgungsengpass in der nuklearmedizinischen Diagnostik und Therapie überbrückt werden.

Mit der 18-Fluorid-PET wird derzeit die Skelettszintigraphie mit   http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_politik_krankenkassen_pet_122846923246.htm&n=1
« Letzte Änderung: 22. Juni 2011, 20:54 von admin »

Gitti

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Was passiert bei einer PET-Untersuchung?
« Antwort #1 am: 29. April 2011, 20:35 »
Was passiert bei einer PET-Untersuchung?

Eine Positronen-Emissions-Tomografie (PET) ist eine Untersuchung, bei der vom Körper oder einer Körperregion mehrere Schichtbilder erstellt werden. Diese Bilder zeigen die abgebildete Region Schicht für Schicht, als würde sie in dünnen Scheiben betrachtet. Bei dieser Methode arbeitet man mit einer radioaktiven Substanz, die in der bei dieser Untersuchung verwendeten Dosis für Menschen als nicht bedenklich gilt. Die durchschnittliche Strahlenbelastung gleicht in etwa der Belastung durch eine Computertomografie des Brustraums.

Radioaktiv bedeutet, dass der chemische Stoff die Eigenschaft besitzt, ohne Einwirkung von außen zu zerfallen und dabei Strahlungsaktivität abzugeben. Diese Aktivität wird genutzt, um die PET-Bilder herzustellen. Das PET-Gerät, auch PET-Scanner genannt, kann den Weg dieser Substanz im Körper genau verfolgen und die Strahlung, die der Körper abgibt, messen. Aus den Ergebnissen werden dann die verschiedenen Schichtbilder erstellt. Aus diesen Schichtbildern kann ein Computer ein räumliches (3-dimensionales, 3-D-) Bild erstellen.

Wozu dient die PET-Untersuchung?

Das Besondere an der PET: Man erfährt, wie aktiv der Stoffwechsel in bestimmten Geweben des Körpers ist. Bei der PET arbeitet man mit einem Trick: der radioaktiv markierte Stoff – häufig wird Fluor benutzt – wird an Traubenzucker gekoppelt, der wie ganz normaler Traubenzucker aus dem Blut in die Zellen aufgenommen und zur Energiegewinnung genutzt wird. Damit kann man gerade Zellen oder Gewebe, die viel Energie verbrauchen und eine hohe Stoffwechselrate haben, auf Bildern sichtbar machen. Dies gilt vor allem für Gehirn- und Herzmuskelzellen, für entzündetes Gewebe, aber auch für Tumorgewebe. Gewebe mit schnellem Stoffwechselumsatz und hohem Zuckerverbrauch erscheinen auf schwarz-weiß-PET-Aufnahmen als besonders dunkle Flecken, auf Farbbildern als besonders leuchtende Flecken.

Was ist der Unterschied zwischen PET und anderen bildgebenden Verfahren?

Bei anderen Bilduntersuchungen in der Medizin wie dem konventionellen Röntgen oder der Magnetresonanztomografie (MRT) oder der Computertomografie (CT) werden die Gewebe, Organe und Knochen selbst abgebildet. Bei der PET wird hingegen sichtbar gemacht, wie aktiv ein Gewebe ist. Mit anderen Worten: Die Stoffwechselaktivität wird gemessen.

Ein zweiter Unterschied: Es wird nicht wie beim Röntgen oder Ultraschall mit einem Gerät außerhalb des Körpers Strahlung erzeugt und durch den Körper hindurchgeschickt. Stattdessen werden radioaktive Stoffe verabreicht, die zum Bestandteil des Körperstoffwechsels werden und selbst aus dem Körper Strahlung aussenden.

Damit ähnelt die PET-Untersuchung einer Szintigrafie, bei der auch markierte Stoffe verwendet und in den Körper eingebracht werden. Die sogenannte SPECT ist eine Szintigrafie-Methode, die auch Schichtbilder erzeugt. Im Vergleich zu der SPECT ist die PET sehr viel genauer und treffsicherer.

Was ist eine PET-Computertomografie?

Heute wird ein PET-Scanner sehr häufig mit einem Computertomografen in einem Gerät kombiniert. Während die PET Auskunft über die Stoffwechselaktivität des untersuchten Gewebes gibt, erlaubt die gleichzeitig durchgeführte Computertomografie eine genauere anatomische Zuordnung des Befundes als die PET alleine.

Es gibt auch bereits Geräte, die einen PET-Scanner und einen Magnetresonanztomografen (MRT) miteinander kombinieren (PET / MRT).

Welche Eigenschaften zeichnen die PET aus?

    Die PET-Untersuchung ist sehr präzise. Oft kann sie Veränderungen beispielsweise von Tumorgewebe sichtbar machen, selbst wenn diese nur wenige Millimeter groß sind.
    Sie eignet sich besonders zur Untersuchung von Organen oder Gewebearten sowie Gewebsveränderungen, die viel Energie verbrauchen und sich durch den schnellen Stoffwechsel von Nachbarorganen oder -gewebe gut unterscheiden lassen.
    So können etwa die in Folge einer bösartigen Erkrankung befallenen Lymphknoten durch bildgebende Verfahren wie Ultraschall, CT oder MRT nur dann erkannt werden, wenn sie vergrößert sind. Die PET könnte dagegen den durch die bösartige Veränderung gesteigerten Zuckerstoffwechsel auch in noch nicht vergrößerten Lymphknoten erkennen.
    Außerdem möchte man mithilfe der PET nach einer Behandlung mit einer Chemo- oder Strahlentherapie bei vergrößerten Lymphknoten oder übriggebliebenem Tumorgewebe genau unterscheiden, ob es sich nur um „totes“ Narbengewebe handelt oder ob noch aktive Tumorzellen vorhanden sind.
    Eine weiterere Eigenschaft der PET: Man kann zusätzlich auch messen, um wie viel höher der Stoffwechsel in einem bestimmten Bereich ist. Dies könnte für Verlaufsbeobachtungen wichtig sein.
    Die PET-Untersuchung ist aufwändig und teuer. Zum einen ist die Herstellung der radioaktiven Substanz aufwändig, zum anderen muss ein Labor vorhanden sein, in dem man mit radioaktiven Stoffen arbeiten kann.
    Zusätzlich müssen Labor und das PET-Gerät in räumlicher Nähe liegen, da die hergestellten radioaktiven Stoffe nur eine begrenzte Haltbarkeit haben und spätestens nach einem Tag zerfallen. Deshalb gibt es in Deutschland nur eine begrenzte Zahl von Standorten, an denen eine PET-Untersuchung möglich ist.


Entscheidend ist die Frage, ob aus den möglichen Vorteilen einer PET gegenüber anderen Untersuchungen sich auch eine bessere Behandlung und Behandlungsergebnisse ergeben und diese Untersuchung damit auch einen Nutzen für Patientinnen und Patienten hat.

Strahlenbelastung: Ist der radioaktive Stoff gefährlich?

Die Strahlenbelastung bei einer PET-Untersuchung ist gering und ähnelt in diesem Punkt anderen Röntgenuntersuchungen wie etwa einer Computertomografie oder einer Standard-Röntgenuntersuchung. Eine einzige PET ist ungefähr mit einer Strahlenbelastung verbunden, der ein Mensch in einem Jahr durch die natürliche Strahlung in der Umwelt ausgesetzt ist. Auch im Trink- oder Mineralwasser befinden sich natürlich strahlende Stoffe, die Spurenelemente.

Bei einer PET werden Stoffe verwendet, die im Körper sehr schnell zerfallen und zügig über die Nieren ausgeschieden werden. Dies geht noch schneller, wenn man viel trinkt. Die Halbwertszeit des am häufigsten verwendeten radioaktiv markierten Zuckers FDG (Fluor-Desoxy-Glukose) beträgt knapp zwei Stunden. Das heißt, nach circa 110 Minuten ist nur noch die Hälfte der Radioaktivität vorhanden, nach vier Stunden noch ein Viertel und so weiter.

Trotzdem sollte eine PET-Untersuchung, wie andere Röntgenuntersuchungen auch, natürlich nur dann durchgeführt werden, wenn sie wirklich notwendig ist.

Autor: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

http://www.gesundheitsinformation.de/was-passiert-bei-einer-pet-untersuchung.743.de.html

Edi

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PET-MR: Hier ist das erste Gerät
« Antwort #2 am: 22. Juni 2011, 20:51 »


Biograph mMR erhält Zulassung von der amerikanischen Gesundheitsbehörde

16.06.2011

Siemens AG Healthcare Sector

http://www.medica.de/cipp/md_medica/custom/pub/content,oid,33650/lang,1/ticket,g_u_e_s_t/~/Biograph_mMR_erh%C3%A4lt_Zulassung_von_der_amerikanischen_Gesundheitsbeh%C3%B6rde.html

Siemens Healthcare hat jetzt die Zulassung der amerikanischen Gesundheitsbehörde U.S. Food and Drug Administration (FDA) für das Bildgebungssystem Biograph mMR erhalten. Damit kann das neue System ab sofort in den USA vermarktet und für die routinemäßige klinische Anwendung eingesetzt werden. Biograph mMR ist das weltweit bisher einzige, voll integrierte molekulare Magnetresonanztomografie (MR) -Ganzkörpersystem mit simultaner MR- und Positronen-Emissions-Tomografie (PET) -Aufnahme.
Seit November 2010 wurden mehrere Biograph-mMR-Systeme in Universitätskrankenhäusern in Deutschland und USA im Rahmen von klinischen Prüfungen installiert. Das innovative System eröffnet durch die simultane Aufnahme und Darstellung von MR- und PET-Daten neue Möglichkeiten bei der Erkennung von Krankheiten im Bereich der Neurologie, Onkologie und Kardiologie. Eines der Systeme ist in der Radiologischen Klinik an der Universität in Tübingen im Einsatz. Der Ärztliche Direktor der Diagnostischen und Interventionellen Radiologie dieses Krankenhauses, Professor Dr. Claus D. Claussen, erwartet im Vergleich zu sequentiellen MR- und PET-Untersuchungen höhere Präzision für Diagnose und Therapieplanung aufgrund der simultanen Aufnahmen. "Patienten werden von dieser neuen Technologie profitieren, da uns die simultane molekulare MR zusätzliche Informationen für ein personalisiertes Therapiemanagement geben wird", erklärte Claussen. "Außerdem wird uns die sehr gute Bildqualität bei der frühen Diagnose sowie dem Verständnis von schweren Erkrankungen unterstützen."
.Der Biograph mMR darf seit kurzem mit der CE-Kennzeichnung gemäß der europäischen Richtlinie für Medizinprodukte versehen werden, wodurch Kunden in der Europäischen Union das System für die routinemäßige klinische Anwendung einsetzen dürfen. Darüber hinaus erhielt das Gerät die Auszeichnung "Neue Produktinnovation" der North American Frost & Sullivan Gruppe. Ergänzend wurde der Biograph mMR auch mit dem "red dot award: product design 2011" in der Kategorie "Life Science und Medizin" geehrt. Der red dot award ist einer der renommiertesten internationalen Produktwettbewerbe.

Ausstellerdatenblatt


admin

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MRT-Scans besser für Herzuntersuchungen
« Antwort #3 am: 23. Dezember 2011, 23:25 »

MRT-Scans besser für Herzuntersuchungen

Genauere Testergebnisse ohne Strahlenbelastung

http://www.pressetext.com/news/20111223005

Gitti

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PET-CT, PET-MR: Verbesserte Chancen in der Krebsbehandlung
« Antwort #4 am: 29. Februar 2012, 18:38 »


Brennpunkt Bildgebung: Verbesserte Chancen in der Krebsbehandlung durch Hybrid Imaging

   Wien (OTS) - 29. Februar 2012.
Unter Hybrid Imaging versteht man die Kombination zweier Methoden,
die Schnittbilder des menschlichen Körpers erzeugen, in einem
einzigen Gerät. In der Regel handelt es sich dabei um eine
radiologische und eine nuklearmedizinische Methode, welche einander
hinsichtlich der Information, die sie über krankhafte Veränderungen
liefern, ergänzen.

  Bedeutende technische Entwicklungen in der Bildgebung
Die derzeit am weitesten verbreitete Technik ist die Kombination von
Positronen-Emissionstomographie (PET) und Computertomographie (CT) in
Form eines PET/CT Hybridgerätes. Die PET bietet dabei "funktionelle"
Information, z.B. über den Stoffwechsel eines Tumors, wohingegen die
CT detaillierte anatomische Information liefert. Ein ähnliches, aber
weniger weit verbreitetes Hybridverfahren ist die Kombination der
Einzelphotonen-Emissionstomographie (SPECT) mit der CT in einem
SPECT/CT-Hybridgerät, welche über eine geringere räumliche Auflösung
und über Kameras mit geringerer Sensitivität verfügt.
Ganz neu auf dem Markt ist die PET/MRT, also die Kombination von PET
und Magnetresonanztomographie. Bei dieser Kombination gab es lange
Zeit technische Schwierigkeiten in Hinblick auf die Realisierung
eines Hybridgerätes, da wesentliche Bestandteile des PET-Gerätes (die
sog. Photodetektoren) zu empfindlich gegenüber dem starken Magnetfeld
des MRT-Gerätes waren. Erst vor kurzem gelang ein technischer
Durchbruch, sodass PET/MRT-Geräte nun auf dem Markt erhältlich sind.
Die Anschaffung eines solchen PET/MRT-Gerätes ist auch seitens der
Medizinischen Universität Wien geplant, wodurch Wien zu einem der
ersten Standorte weltweit werden würde.

  Onkologie profitiert am meisten
"Hauptanwendungsgebiet ist zweifellos die onkologische Bildgebung,
also die Erkennung bösartiger Tumoren und ihrer Metastasen
(Streuherde). Die Hybridverfahren eignen sich praktisch für das
gesamte Spektrum bösartiger Tumorerkrankungen - darunter Lungenkrebs,
Dickdarmkrebs, Gebärmutterkrebs und Hautkrebs - mit nur sehr wenigen
Ausnahmen.
Abseits der onkologischen Bildgebung gibt es auch neurologische
Anwendungen, etwa bei Alzheimer-Patienten. Auch bei der Beurteilung
der Funktionsfähigkeit des Herzmuskelgewebes, etwa nach einem
Herzinfarkt, erzielen die Hybridmethoden bessere Ergebnisse als die
Einzelmethoden", beschreibt Dozent Marius Mayerhöfer, Facharzt für
Radiologie an der Universitätsklinik für Radiodiagnostik und dem
PET/CT-Zentrum in Wien, die breiten Anwendungsmöglichkeiten des
Hybrid Imagings.
Vor allem Patienten mit bösartigen Tumoren profitieren von der
Fähigkeit der Hybridverfahren, frühzeitig Aussagen über die
Wirksamkeit der Behandlung, z.B. einer Chemotherapie, treffen zu
können. Bleiben beispielsweise Zelldichte (indirekt erfasst über die
Beweglichkeit der Wassermoleküle in der sog. diffusionsgewichteten
MRT) und Stoffwechselaktivität (in der PET) eines Tumors trotz
mehrwöchiger Therapie unverändert hoch, oder nehmen sie sogar zu, so
wird der betreuende Onkologe das Behandlungsschema intensivieren oder
verändern. Nehmen Zelldichte und Stoffwechselaktivität hingegen
deutlich ab, so kann die Dauer der Therapie aufgrund des guten
Ansprechens möglicherweise verkürzt werden.
In Bezug auf die Strahlenbelastung sieht Doz. Mayerhöfer die Hybrid
Methoden ebenfalls im Vorteil: "Eine Ganzkörper-PET/CT führt
gegenüber einer herkömmlichen CT, welche denselben Körperabschnitt
abdeckt, zu einer um ca. 1/3 höheren Strahlenbelastung. Diese
Strahlenbelastung ist jedoch angesichts der großen Vorteile für die
Beurteilung des Krankheitsverlaufes als relativ zu sehen. Die PET/MRT
wird im Vergleich zur PET/CT eine deutlich niedrigere Strahlendosis
mit sich bringen, da der MRT-Teil gänzlich ohne (Röntgen-)Strahlung
auskommt."

  Verbesserte Möglichkeiten auch bei Herzerkrankungen
Auch in der Herzbildgebung haben sowohl PET/CT als auch PET/MRT ihre
Anwendungsgebiete. In beiden Fällen kann mittels PET eingeschränkt
funktionsfähiges Herzmuskelgewebe, welches aufgrund von Verengungen
der Herzkranzgefäße unzureichend durchblutet ist, identifiziert und
von nicht mehr funktionsfähigem Infarktgewebe unterschieden werden.
Die MRT erlaubt nach Verabreichung von Kontrastmittel ähnliche
Aussagen - die PET/MRT bietet somit diesbezüglich eine doppelte
Sicherheit. Zusätzlich erlaubt die MRT eine Beurteilung der
Herzklappen, wohingegen die CT vor allem für die Beurteilung der
Herzkranzgefäße geeignet ist.

  Kombination PET & MRT mit großem Zukunftspotential
Die PET/MRT-Hybridtechnik ist ohne Zweifel die wichtigste technische
Innovation der letzten Jahre. Die sogenannte diffusionsgewichtete
MR-Technik erlaubt beispielsweise Rückschlüsse auf die Zelldichte des
Tumorgewebes, die sog. MR-Spektroskopie ermöglicht eine biochemische
Analyse des Tumors.
Im PET-Bereich liegt der wissenschaftliche Fokus in erster Linie auf
der Entdeckung und klinischen Anwendung neuer Radiopharmaka. Durch
letztere kann mit der PET nicht nur der Stoffwechsel der Tumore
beurteilt werden, sondern es können z.B. auch spezielle Rezeptoren
auf den Tumorzellen nachgewiesen werden, welche ihr Wachstum
regulieren.
Es ist diese einzigartige Kombination aus neuen PET- und
MRT-Techniken, die es ermöglicht, Tumore nicht nur zu entdecken,
sondern diese auch näher charakterisieren zu können, was wiederum für
die Therapieplanung von großer Bedeutung ist.
Auch Doz. Mayerhöfer sieht auf dem Gebiet des Hybrid Imagings noch
großes Entwicklungspotential: "Einerseits wird die Spezifität der
PET-Radiopharmaka zweifellos weiter ansteigen, d.h. es werden
Radiopharmaka entwickelt, die nur in bestimmten Tumorarten
anreichern. Andererseits werden neue MR-Techniken, die im Gegensatz
zur herkömmlichen MRT nicht auf dem Wasserstoffgehalt von Geweben,
sondern auf anderen Elementen wie Kohlenstoff oder Helium beruhen und
dadurch einen noch höheren Kontrast bieten (z.B. die sog.
"hyperpolarisierte" MR-Bildgebung), das Gebiet weiter
revolutionieren."

  Zusammenarbeit der Disziplinen generiert Wissenszuwachs
Die Auswertung der Hybrid-Bilddaten erfolgt idealerweise gemeinsam
durch Radiologen und Nuklearmediziner. Dies ermöglicht eine optimale
Befundqualität und führt bei Experten aus beiden Fächern zu einem
deutlichen Wissenszuwachs, da sie voneinander lernen. Mit zunehmender
Verbreitung der Hybridgeräte werden die beiden Fächer noch enger
zusammenrücken.

  Ab 1. März tagen in Wien über 20.000 Radiologen
Beim 24. Europäischen Radiologenkongress (European Congress of
Radiology/ECR) vom 1. bis 5. März 2012 im Austria Center in Wien
werden auch heuer wieder Spezialisten aus dem Bereich der
medizinischen Bildgebung ihr Fachwissen auf den verschiedensten
Gebieten austauschen, und die neuesten Erkenntnisse der Forschung
präsentieren.
Der ECR ist die Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für
Radiologie (European Society of Radiology/ESR), welche weltweit über
56.000 Radiologen vertritt. Mit mehr als 20.000 Teilnehmern aus der
ganzen Welt ist der ECR einer der größten medizinischen Kongresse
weltweit; zusätzlich bietet er die größte Industrieausstellung in
Europa, bei der auf über 26.000 m2 rund 300 internationale Firmen die
neuesten Produkte der Medizintechnik anbieten.

Bildmaterial unter www.myESR.org/press

Rückfragehinweis:
   Julia Patuzzi, David Zizka
   Press Office - European Society of Radiology
   Neutorgasse 9, 1010 Wien
   Tel.: +43-1-533 40 64-545 | Fax: +43-1-533 40 64-441
   press@myESR.org | www.myESR.org/press