Autor Thema: Dickdarmkrebs Vorsorge  (Gelesen 2761 mal)

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christina62

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Dickdarmkrebs Vorsorge
« am: 11. Mai 2007, 17:10 »
Dickdarm- und Mastdarmkrebs

Falls Sie Spuren von Schleim oder Blut im Stuhl bemerkt haben und sich die Art und Häufigkeit der Stuhlentleerung plötzlich geändert hat, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen. Ab dem 40. Lebensjahr sollten Sie sich regelmäßig einmal jährlich von einem Arzt untersuchen lassen. Dabei wird auch ein Test auf Blut im Stuhl durchgeführt.






Jeder Tag ist ein kleines Leben.



Betreue die Unterforen Brustkrebs, Eierstockkrebs, Gebärmutterhalskrebs

Dietmar E.

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Do. 4.4.08, 14 bis 18 Uhr, Wien, Dickdarmkrebs Vorsorge
« Antwort #1 am: 28. März 2008, 20:26 »

4. April 2008, 14 bis 18 Uhr, Wien

SHG Darmkrebs: "PatientInnentag"

(Programm siehe ganz unten bzw. http://www.derdickdarm.org/downloads/Darmkrebstag_Einladung.pdf )

Inhalt: Bei dieser Veranstaltung erhalten Darmkrebs-PatientInnen und Angehörige
wichtige Informationen zur Darmkrebs-Therapie sowie wertvolle Tipps zur Verbesserung der Kommunikation
zwischen dem Arzt und dem Patienten:

Wie sollte sich der Patient auf das Gespräch mit dem Arzt vorbereiten?

Wie führt er das Gespräch am besten, um alle Informationen zu erhalten,

die für ihn wichtig und hilfreich sind?

Warum sollte der Patient psycho(onko)logische Beratung in Anspruch nehmen?

Vorsitz: Prim. Univ.-Prof. Dr. Heinz Ludwig Vorstand der 1. Medizinischen Abteilung -
Zentrum für Onkologie und Hämatologie Wilhelminenspital Wien und Helga Thurnher, Präsidentin der SHG Darmkrebs

Zeit: 04.04.2008, 14.00 bis 18 Uhr

Ort: Wilhelminenspital, Pavillon 23/2. Stock, Sitzungsraum
der 1. Medizinischen Abteilung mit Onkologie, 1170 Wien, Montleartstraße 37

Eintritt: frei

Nähere Infos: http://www.derdickdarm.org

Vorsitz Univ.-Prof. Dr. Heinz P. Ludwig
14.00 Uhr Begrüßung
Univ.-Prof. Dr. Heinz P. Ludwig
14.05 Uhr Die Rolle der Chirurgie bei Darmkrebs
Prim. Dr. Viktor Grablowitz
14.25 Uhr Chirurgische Interventionsmöglichkeiten
bei Lebermetastasen
Prim. Univ.-Prof. Dr. Karl Glaser
14.45 Uhr Aktuelle medikamentöse Behandlung bei Darmkrebs
OA Dr. Clemens Leitgeb
15.05 Uhr Die Rolle der Strahlentherapie
OA Dr. Christian Stanek
15.25 Uhr Wie gehe ich mit Nebenwirkungen um?
Univ.-Prof. Dr. Gabriela Kornek
15.45 - 16.15 Uhr Pause
Vorsitz Helga Thurnher
16.20 Uhr „Reden wir übers Leben …“
Helga Thurnher
16.30 Uhr Was kann ich tun, um das Arztgespräch zu verbessern?
Univ.-Prof. Dr. Heinz P. Ludwig
16.50 Uhr Mehr Kraft und Energie mit der richtigen Ernährung
Ass.-Prof. Dr. Irene Kührer
17.10 Uhr Komplementärmedizin
MR Dr. Jutta Hellan
17.30 Uhr Individuelle Beratungs-Gespräche
mit Experten zu folgenden Themen:
Wie kann ich die Psyche stärken?
Christina Ochsner, MAS
Rat und Hilfe rund um Ihre Therapie
OA Dr. Adalbert Weißmann
Stomapflege
Stomaschwester
ca. 18.00 Uhr Ende der Veranstaltung
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Josef

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Dickdarmkrebs Vorsorge schon früher?
« Antwort #2 am: 02. Juni 2008, 21:19 »
Koloskopie: Häufige präkanzeröse Polypen bereits vor dem 50. Lebensjahr

Montag, 2. Juni 2008

New York – Die Darmkrebsfrüherkennung wird in den meisten Ländern ab dem 50. Lebensjahr (in Deutschland erst ab 55 Jahren) angeboten. Nach einer Kohortenstudie in Gastroenterology (2008; 134: 1311-1315) treten präkanzeröse Polypen jedoch bereits beim Menschen in den Vierzigern mit gleicher Häufigkeit auf.

Executive Health Exams International, ein privater Anbieter von präventionsmedizinischen Leistungen in New York, offeriert seinen Mitglieder die Koloskopie bereits ab dem 40. Lebensjahr und zwar auch dann, wenn keine positive Familienanamnese, keine Colitis ulcerosa und auch keine anderen Risikofaktoren für ein Kolorektalkarzinom vorliegen.

In den letzten zwei Jahren ......... http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=32566
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hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
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Carola-Elke

lebensmüde

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Re: Dickdarmkrebs Vorsorge
« Antwort #3 am: 05. Juni 2008, 19:48 »
Vorsorge war bei mir schon zu spät. Ich vertraue keinem Arzt mehr. Bei der ersten Blutung habe ich es meiner Ärztin gesagt, die mich betreute, die hat das einfach so mit einer Handbewegung weggewischt. Dann ging ich zum Internisten, der Darmspiegelungen macht. Nach der Untersuchung des Bauchraumes meinte er, sehr rasch Spiegelung machen, sehr gefährlich, vermute Krebs: hatte aber selber einen Termin in 6 Wochen für mich. wegen der permanenen Schmerzen habe ich noch einen anderen Arzt aufgesucht, der sofort Zeit für mich hatte und die Spiegelung machte. Ergebnis nach 3 Tagen, sofort CHEMO und BESTRAHLUNG, dann OP mit permanentem Ausgang, da direkt der Bereich des Darmes betroffen ist, der die Muskelbewegungen macht. Ich bin momentana sehr down, denn mit sowas will ich nicht leben! Wer hat Erfahrung damiit? Das Problem ist auch, dass ich ja erst 62 bin und Kosmetikerin und Vitalcoach und immer sehr gesund gelebt habe und lebe.

Jutta

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Dickdarmkrebs, ich doch nicht!
« Antwort #4 am: 06. Juni 2008, 17:26 »
Hallo du da,

wie schon wer geschrieben hat: dein neuer Lebensabschnitt hat erst begonnen! Du wirst noch Jahrzehnte leben!
Gib dich keinesfalls auf (aufgeben tut man einen Brief, sonst nichts!)!

Darmkrebsfrüherkennung mit diesen Briefchen wird auch nicht das Gelbe vom Ei sein, aber was sonst: einfach, billig, .....

Darmspiegelung nicht erst mit ........, sondern mit 40;

Wiederholung nicht erst in 15 Jahren, sondern nach "glorreichen 7 Jahren"!

Alles Gute! Jutta

PS: Ach ja, mündiger Patient, den Arzt fragen,
ob er zertifoizoiert ist, also das NEUE österreichische "Qualitätssiegel" hierfür hat!


« Letzte Änderung: 06. Juni 2008, 17:37 von Jutta »

Werner

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Kommt das Darmkrebs-Screening zu spät?
« Antwort #5 am: 14. Juni 2008, 17:58 »
Zwar können Kassenpatienten in Deutschland ab dem 55. Lebensjahr alle zehn Jahre eine Koloskopie beanspruchen.
Doch Krebsvorstufen sind bei 40- bis 49-Jährigen ebenso oft wie bei 50- bis 59-jährigen.

Eine im Fachjournal der amerikanischen Gesellschaft für Gastroenterologie publizierte Studie hat gezeigt, dass Krebsvorstufen im Darm bei 40- bis 49-Jährigen mit durchschnittlichem Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, genauso häufig vorkommen wie bei 50- bis 59-Jährigen (Gastroenterology 134 [2008] 1311-1315).

In der Studie von Dr. Alfred I. Neugut et al. vom Columbia University Medical Center in New York waren die Untersuchungsergebnisse von 553 Patienten zwischen 40 und 49 Jahren mit denen von 352 Patienten zwischen 50 und 59 Jahren verglichen worden. In beiden Gruppen wurden in rund 15 Prozent der Fälle ein oder mehrere Krebsvorstufen gefunden, die in der älteren Gruppe tendenziell weiter fortgeschritten waren.

Weitere Studien erforderlich

Neugut zufolge stützen die Ergebnisse die Vorstellung, dass Adenome bereits in einer jüngeren Altersgruppe entstehen "als wir heute screenen". Ob daraus aber tatsächlich die Konsequenz abzuleiten ist, schon in jüngeren Jahren als bisher mit dem Screening zu beginnen, müsse erst noch durch weitere Studien geklärt werden.

"Das Kriterium für die Empfehlung einer Vorsorge-Koloskopie ab dem 55. Lebensjahr ist die starke Zunahme der Krebsfälle in dieser Altersgruppe", erklärt Dr. Elmar Zehnter vom Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen. "Aber Darmkrebs entwickelt sich langsam und es kann zehn Jahre dauern, bis sich die Krebsvorstufen zu Tumoren entwickelt haben. Der Befund der amerikanischen Forscher ist deshalb plausibel."

Mehr zum Thema:
Frei zugängliche Originalpublikation (PDF; 109 KB)

http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_onkologie_diagnostik_darmrebs_121334964544.htm&n=1

hilde

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Vitamin D schützt vor Darmkrebs
« Antwort #6 am: 26. Juni 2008, 19:37 »

All zu lange, das dürfte mittlerweile bekannt sein, sollte man sich der Sommer-Sonne nicht aussetzen. Aber ein klein wenig „Bestrahlung“
tut schon ganz gut, weil der Körper mithilfe des Sonnenlichts und einem speziellen chemischen Vorläufer das Vitamin D bildet.
Und das, so kristallisiert sich immer mehr heraus, sorgt nicht nur für ein stabiles Knochengerüst, sondern spielt sogar bei der Darmkrebs-Vorsorge
eine wichtige Rolle.

Sogar wenn der Krebs bereits diagnostiziert wurde, kann ein erhöhter Vitamin D – Spiegel die Überlebenschancen verbessern. Allerdings konnte bislang noch nicht zweifelsfrei geklärt werden, wie sich die positiven Effekte des Vitamin D  genau erklären lassen. Deshalb schreckt man noch davor zurück eine explizite Empfehlung auszusprechen, die Substanz gezielt einzunehmen.

Die Beobachtung, dass Vitamin D die Entwicklung von Dickdarm-Krebs positiv beeinflusst, machten Mediziner, nachdem sie Daten von 304 Probanden, bei denen zwischen 1991 und 2002 ein Karzinom des Dick- oder Enddarms festgestellt wurde, ausgewertet hatten. Bei all diesen Patienten war auch der Vitamin-D-Spiegel gemessen worden. Bis 2005 waren 123 der Studienteilnehmer verstorben, 96 von ihnen an Krebs. Es zeigte sich, dass jene Probanden, bei denen der höchste Vitamin – D Spiegel im Blut festgestellt worden war, eine um 48 Prozent höhere Überlebenschance hatten, als diejenigen, bei denen nur ein vergleichsweise niedriger Vitamin D- Pegel festgestellt wurde.

Selbst wenn man den Umstand vernachlässige, dass die Patienten mit einem erhöhten Vitamin D – Spiegel oft auch sportlicher und schlanker waren, bliebe der gesundheitszuträgliche Zusammenhang immer noch bestehen. Dennoch sind selbstverständlich weiterführende Untersuchungen notwendig. Wenn Sie aber in der Zwischenzeit Ihre Vitamin – D- Versorgung sichern wollen, sollten Sie genügend Eier und fettreichen Fisch auf Ihrem Speiseplan setzen.   
 

 

Dietmar E.

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Darmspiegelung bereits ab dem 40. Lebensjahr sinnvoll?
« Antwort #7 am: 03. Juli 2008, 13:39 »

In welchem Alter sollte die Früherkennung von Darmkrebs beginnen? In den meisten europäischen Ländern wird die Koloskopie (Darmspiegelung) ab dem 50. Lebensjahr empfohlen, in Deutschland übernehmen Krankenkassen die Vorsorgeuntersuchung ab dem 55. Lebensjahr. Viel zu spät, behaupten US-amerikanische Wissenschaftler.

Die Forscher um Alfred Neugut von der Columbia Universität in New York werteten für eine Studie die Daten von 553 Klienten eines privaten Gesundheitsdienstleisters aus. Dieser offeriert seinen Kunden medizinische Präventionsmaßnahmen – unter anderem eine Darmkrebsfrüherkennung mittels Koloskopie bereits ab dem 40. Lebensjahr, auch wenn keine Risikofaktoren wie beispielsweise an Darmkrebs erkrankte Familienangehörige bekannt sind.

Bei 79 der Studienteilnehmer (14 Prozent) fanden die Ärzte gutartige Geschwulste, die als Vorstufen eines bösartigen Tumors gelten und daher noch während der Koloskopie entfernt wurden. Die Häufigkeit der auffälligen Befunde lag damit nur unwesentlich unter der Rate bei einer Vergleichsgruppe mit Teilnehmern im Alter von 50 bis 59 Jahren. Allerdings entdeckten die Mediziner bei den älteren Patienten deutlich mehr Veränderungen, die bereits weiter fortgeschritten und damit auch gefährlicher waren (4 Prozent gegenüber 2 Prozent bei den Unter-50-Jährigen).

Die Autoren schließen daraus, dass sich Darmkrebsvorstufen auch bei Personen ohne genetische Risiken früher bilden, als bisher angenommen wurde. Eine erste Koloskopie vor dem 50. Lebensjahr könnte die Darmkrebsrate nach Ansicht von Neugut daher deutlich senken. JG

Eine Meldung der Nachrichten Agentur Medizin

Quelle: Gastroenterology (2008); 134: 1311-5

Pressemitteilung: http://www.eurekalert.org
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Josef

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Re: Dickdarmkrebs Vorsorge
« Antwort #8 am: 18. Juli 2008, 19:26 »
Vorbeugung von Darmkrebs

ältere Frau lachendAn öffentlichen Empfehlungen, wie man Darmkrebs vorbeugen kann, herrscht kein Mangel: Mehr Ballaststoffe, weniger Fleisch, zusätzliche Vitamine und sogar Medikamente finden sich auf der langen Liste der Ratschläge, die zum Teil seit Jahren verbreitet werden. Wir haben recherchiert, wie zuverlässig die häufigsten Ratschläge wissenschaftlich belegt sind. Die Ergebnisse: Die meisten Personen müssen sich keine besonderen Sorgen machen, an Darmkrebs zu erkranken. Auch wenn letzte Beweise noch fehlen, gilt die allgemeine Gesundheitsempfehlung, nicht zu dick zu werden und durch Bewegung ausreichend fit zu bleiben.

Für konkretere Vorschläge sehen wir derzeit kein wissenschaftlich zuverlässiges Fundament: Zusätzliche Ballaststoffe, Vitamine und andere käufliche Nahrungsergänzungsprodukte bieten nach dem Stand des Wissens keinen verlässlichen Schutz vor Darmkrebs. Genauer untersucht werden derzeit noch Kalziumpräparate und einige Medikamente.
Inhaltsverzeichnis

   1. Darmkrebs: Hintergrund
         1. Was sich gegen Darmkrebs tun lässt
         2. Der Darm
         3. Darmkrebs braucht Jahre zum Heranwachsen
         4. Gibt es typische Symptome?
   2. Wer hat ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs?
         1. Darmkrebs in der Familie
         2. Wie kann man mit der Sorge umgehen?
   3. Kann Vorbeugung Darmkrebs verhindern?
         1. Wie sicher sind die heutigen Ratschläge?
         2. Möglicherweise überschätzt: Ballaststoffe
         3. Könnte helfen: Kalzium zur Nahrungsergänzung
         4. Theorie widerlegt: Vitamine und Antioxidantien
         5. Für ein Urteil zu früh: Selen
         6. Die Suche nach Medikamenten
         7. Darmkrebsrisiko sinkt, aber Krebs wird aggressiver: Hormontherapie
         8. Keine Wirkung gegen Darmkrebs gezeigt: Statine
         9. Was ist an Neuem zu erwarten?
   4. Quellen

 
    * Seite 1 von 20

http://www.gesundheitsinformation.de/artikel.208.112.de.html
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Carola-Elke

Gitti

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Vorarlberg: Hochburg der Vorsorge meldet ..........
« Antwort #9 am: 19. Juli 2008, 16:04 »
Gesundheit/Vorsorge/Wallner

2008-07-18

LSth. Wallner: "Darmkrebsvorsorge wird gut angenommen"

Utl.: 2007 nahmen 1.584 Personen Vorsorge-Koloskopie in Anspruch =

   Bregenz (VLK) - Auf zunehmendes Interesse stößt die von Land
Vorarlberg, Gebietskrankenkasse und Ärztekammer ins kostenlose
Vorsorge-Untersuchungsprogramm aufgenommene Dickdarmspiegelung
(Koloskopie). "Die Vorsorgeuntersuchung ist die wirksamste Methode
zur Früherkennung von Darmkrebs. Es ist erfreulich, dass das
Interesse zur kostenlosen Darmkrebsvorsorge so gut angenommen wird",
betont Landesstatthalter Gesundheitsreferent Markus Wallner.

   Auch im Jahresbericht 2007 der Österreichischen Krebshilfe
Vorarlberg wird erwähnt, dass unter anderem die Vorsorge-Koloskopie
deutliche Auswirkungen in Form einer sinkenden Todesrate zeige.
 
   Durch die Koloskopie, die derzeit bei zehn niedergelassenen Ärzten
sowie von Belegsärzten im Sanatorium Mehrerau durchgeführt werden
kann, kann Darmkrebs schon im Entstehungsstadium entdeckt werden. Bei
frühzeitiger Erkennung liegen die Heilungschancen sogar bei fast 100
Prozent.  Auch sogenannte Polypen - diese können Vorstufen eines
späteren Krebs sein - werden erfasst und bereits im Verlauf der
Untersuchung abgetragen.

Tendenz steigend

   Bei der Inanspruchnahme ist in Vorarlberg eine steigende Tendenz
zu beobachten: So nahmen im ersten Jahr nach der Einführung der
Untersuchung 2007 insgesamt 1.584 Personen dieses Angebot in Anspruch
(erstes Quartal 2007: 141 Personen, zweites Quartal 2007: 319,
drittes Quartal 2007: 429, viertes Quartal 2007: 695).


Rückfragehinweis:
   Landespressestelle Vorarlberg
   Tel.: 05574/511-20141
   Fax: 05574/511-20190
   Hotline: 0664/625 56 68 oder 625 56 67

Josef

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Engagement zur Darmkrebsvorsorge geht weiter
« Antwort #10 am: 02. August 2008, 22:21 »
Ärzte Zeitung, 30.07.2008

Auch nach seinem Ausscheiden als Klinikchef engagiert sich Professor Jürgen F. Riemann für die Früherkennung von Darmkrebs

Was könnte man tun, um die Darmkrebs-Sterberate zu senken und den Menschen klar zu machen,
dass sich Früherkennung lohnt?
Das hat den Gastroenterologen Professor Jürgen F. Riemann aus Ludwigshafen stets bewegt.
So beschloss Riemann mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS),
eine Stiftung zur Früherkennung des Darmkrebses zu gründen.

Ziel ist, die Zahl der Darmkrebstoten von 33 000 jährlich bis zum Jahre 2010 zu halbieren.

Siehe  http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/kolorektales-karzinom/default.aspx?sid=501787

Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
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Carola-Elke

Geri

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Darmkrebs ist kein Schicksal
« Antwort #11 am: 10. August 2008, 21:43 »

Die Zahlen sind alarmierend: Jährlich erkranken in Deutschland rund 71.000 Menschen an Darmkrebs. Etwas 29.000 von ihnen sterben daran. Betroffen von der Krankheit sind Frauen wie Männer gleichermaßen. Was die Häufigkeit angeht, rangiert der Darmkrebs bei beiden Geschlechtern an zweiter Stelle. Nimmt man beide zusammen, ist Darmkrebs sogar die häufigste Krebsform.

Besonders traurig an dieser Statistik ist, dass viele Menschen hätten geheilt werden können. Darmkrebs lässt sich - im Gegensatz zu vielen anderen Krebserkrankungen - durch rechtzeitige Früherkennung verhindern oder gar heilen! Trotz dieser positiven Prognose betreiben immer noch viel zu wenige Menschen Vorsorge. Die Felix Burda Stiftung nennt als Gründe die Angst vor der Untersuchung und die Unkenntnis über die hervorragenden Heilungschancen. Um Aufklärung zu leisten, organisiert die Stiftung seit 2002 den „Darmkrebsmonat März" - tatkräftig unterstützt von vielen Prominenten.

Unterschiedliche Risikofaktoren
Fragt man nach den Faktoren für Darmkrebs, nennen Mediziner ungesunde Lebensführung und chronische Darmerkrankungen, vor allem aber auch familiäre Vorprägung und erbliche Veranlagung. Gerade diese letzt Genannten betreffen rund 30 % der Fälle. Darmkrebs ist damit ein Thema, das die ganze Familie betrifft. Denn werden bei einem Mitglied Darmpolypen oder ein bösartiger Tumor gefunden, besteht auch für Blutsverwandte ein erhöhtes Risiko.

Der Tumor kommt schleichend
Der Darmkrebs ist an Heimtücke kaum zu überbieten. Jahrelang wächst der Tumor langsam im Dick- oder Mastdarm heran, ohne Symptome zu zeigen. Bis zu zehn Jahre können vergehen, bis er sich bemerkbar macht. Die Tatsache, dass die Betroffenen nicht mitbekommen, wenn sich in 90 % der Fälle ein Tumor aus zunächst gutartigen Darmpolypen entwickelt, macht die Früherkennung umso notwendiger. Typische Beschwerden sind Leibschmerzen, Stuhlunregelmäßigkeiten oder Blut im Stuhl. Treten diese Symptome auf, ist die Krankheit in der Regel schon fortgeschritten. Deshalb kann die Parole nur lauten: Nicht auf die Symptome warten. Besser rechtzeitig zur Vorsorge gehen.

Spätestens mit 50 zur Vorsorge
Die Vorsorgeprogramme richten sich nach dem individuellen Darmkrebsrisiko. Vom ihm hängt es ab, wann und wie häufig welche Untersuchungen sinnvoll sind. Grundsätzlich gilt: Das Krebsrisiko nimmt mit höherem Alter zu. Mediziner empfehlen deshalb, spätestens mit 50 zur Vorsorge zu gehen. Die BKK Dr. Oetker übernimmt ab diesem Zeitpunkt die Kosten für den jährlichen Stuhltest auf verstecktes Blut sowie die Austastung des Mastdarms. Ab 55 bezahlt sie eine Darmspiegelung im Rahmen der Vorsorge.

Spezielle Programme für Risikogruppen
Menschen mit einem erhöhten Darmkrebsrisiko müssen mit den Untersuchungen früher einsetzen! Bei familiärer, erblicher oder chronischer Darmerkrankung übernimmt die BKK Dr. Oetker unabhängig vom Alter die notwendigen Vorsorgemaßnahmen. So beginnt sie beispielsweise der Familiären Adenomatösen Polyposis (FAP) bereits mit zehn Jahren, bei der Hereditary Non-Polyposis Colorectal Carcinoma (HNPCC) mit 25 Jahren. Auch für Menschen mit einer chronischen Darmerkrankung wie zum Beispiel Colitis ulcerosa gelten spezielle Programme. In allen Fällen helfen neben dem Haus- und Facharzt auch humangenetische Beratungsstellen weiter.

BKK Dr. Oetker
Herforder Straße 23
33602 Bielefeld

Telefon: 0521/155 3400
Telefax: 0521/155 2258

www.bkk-oetker.de

Als gesetzliche Krankenkasse wurde die BKK Dr. Oetker am 1. Oktober 1952 gegründet und ist seit dem Jahr 2002 bundesweit geöffnet. Mit Hauptsitz in Bielefeld und weiteren Standorten in Budenheim, Hamburg und Wittlich betreuen inzwischen mehr als 150 Beschäftigte über 140.000 Versicherte und Arbeitgeberkunden. Bei einem Beitragssatz von 12,8 % bietet die BKK Dr. Oetker neben individueller Betreuung umfangreiche Mehrleistungen mit hohem Zusatznutzen an.

Evi

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Heidelberg (eb). Menschen mit Familienangehörigen, die an Darmkrebs erkrankt sind, haben bekanntlich ein höheres Darmkrebsrisiko als die übrige Bevölkerung. Sie sollten daher bereits im Alter von 40 Jahren mit Früherkennungsuntersuchungen beginnen. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum in ihrer gerade veröffentlichten epidemiologischen Studie.

Darmkrebs entwickelt sich in der Regel aus Vorstufen. Werden sie entfernt, sind die Betroffenen geheilt. Wenn jedoch die ersten sichtbaren Anzeichen eines Kolonkarzinoms, etwa Blut im Stuhl, auftreten, hat der Krebs bereits lange unbemerkt im Körper geschlummert.

Die gesetzlichen Krankenkassen bieten für alle Versicherten ab dem 50. Lebensjahr ein Früherkennungsprogramm für Darmkrebs an, um die Sterblichkeit an diesem häufigen Tumor zu senken. Ab dem 50. Lebensjahr gibt es pro Jahr einen kostenlosen Stuhltest auf okkultes Blut; für Menschen über 55 eine kostenlose Koloskopie mit Wiederholung nach 10 Jahren.

Professor Hermann Brenner, Leiter der Abteilung Klinische Epidemiologie und Alternsforschung des Deutschen Krebsforschungszentrums, zeigt nun gemeinsam mit seinen Mitarbeitern, dass es sinnvoll wäre, bei vorbelasteten Menschen zehn Jahre früher mit der Früherkennung zu beginnen als bei der übrigen Bevölkerung.

Grundlage für Brenners Ergebnisse sind Daten aus zahlreichen Krebsregistern und bevölkerungsbezogenen Studien. Die Wissenschaftler errechneten und verglichen die Darmkrebs-Erkrankungsraten von Menschen aus betroffenen und aus nicht betroffenen Familien und verglichen sie miteinander. Unter den Männern ohne familiäre Vorbelastung sind bis zum Alter von 45 Jahren 0,4 Prozent an einem Kolonkarzinom erkrankt, mit 60 Jahren bereits 1,7 Prozent.

Dagegen erreichen Männer aus vorbelasteten Familien diese Erkrankungsraten im Durchschnitt neun Jahre früher. So sind beispielsweise 0,4 Prozent der Männer aus vorbelasteten Familien bereits bis zu ihrem 36. Lebensjahr mit der Diagnose Darmkrebs konfrontiert, unter ihren Geschlechtsgenossen aus unbelasteten Familien wird diese Quote erst im 45. Lebensjahr erreicht.
Noch deutlicher fällt der Unterschied bei Frauen aus

Noch deutlicher fällt dieser Unterschied beim weiblichen Geschlecht aus: Darmkrebs wird bei Frauen aus vorbelasteten Familien im Durchschnitt zehn bis elf Jahre früher diagnostiziert als bei der Vergleichsgruppe ohne familiäre Darmkrebsfälle.

Die Wissenschaftler um Hermann Brenner empfehlen daher Menschen, in deren Familie Fälle von Darmkrebs bekannt sind, bereits mit 40 Jahren, also zehn Jahre früher, als es die üblichen Programme vorsehen, Früherkennungsuntersuchungen in Anspruch zu nehmen.

Mit jährlich schätzungsweise 37 000 Neuerkrankungen bei Männern und 36 000 bei Frauen ist Dickdarm-, Mast- und Enddarmkrebs die zweithäufigste Krebsart in Deutschland und nimmt ebenfalls den zweiten Platz der Krebstodesursachen ein.

American Journal of Gastroenterology 103, 2008, 2326

Sissi

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Brot gegen Darmkrebs
« Antwort #13 am: 23. Oktober 2008, 22:06 »
Wissenschaftler untersuchen Wirkung von Brot gegen Krebs

   21.10.2008

   Jena: Ernährungstoxikologen der Friedrich-Schiller-Universität Jena prüfen derzeit, ob Brot das Potential für eine präventive Wirkung gegen Darmkrebs besitzt. Für die Studie verwenden die Wissenschaftler Proben von Broten mit unterschiedlichen Ballaststoffanteilen, die sie mit Enzymen des Verdauungstraktes behandeln. Werden dabei bestimmte positive Bakterien wie Bifidobakterien vermehrt gebildet, wäre das ein Hinweis auf die wachstumsanregende Wirkung der Ballaststoffe auf gesundheitsfördernde Bakterienarten im Dickdarm.

Anhand ihrer Ergebnisse wollen die Forscher Parameter erarbeiten, die der Industrie zur Optimierung ihrer Teigrezepturen dienen sollen. So könnten künftig gesundheitsfördernde Brote hergestellt werden. Das Projekt wird von der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen und dem Förderkreis der Ernährungsindustrie mit 318.000 Euro gefördert. (sh)