Autor Thema: Gene und Brustkrebs! Männer?  (Gelesen 663 mal)

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Jutta

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Gene und Brustkrebs! Männer?
« am: 09. Februar 2009, 01:11 »
Familiärer Brustkrebs

Genetische Beratung: Wem wird sie empfohlen?

Frauen können feststellen lassen, ob sie ein erhöhtes angeborenes Risiko für Brustkrebs haben. Da ein solcher Test zu einer großen emotionalen Belastung führen kann, ist eine fachkundige Beratung obligatorisch.

Auf der Suche nach den Ursachen für Brustkrebs konnten Forscher Veränderungen in bestimmten Genen ausfindig machen, die die Entstehung der Krankheit begünstigen können. Meist handelt es sich dabei um Veränderungen in den Genen BRCA1 und BRCA2 (BRCA = BReast CAncer = Brustkrebs), andere sind das p53-Tumor-Suppressor- oder das BRIP1-Gen.

Wem wird ein Gentest empfohlen?

In Deutschland wird ein Test auf Brustkrebsgene nur dann empfohlen, wenn der konkrete Verdacht auf eine familiäre Belastung vorliegt. Das ist der Fall, wenn mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllt ist:

    * mindestens drei Frauen aus der gleichen Linie einer Familie (also entweder väterlicher- oder mütterlicherseits) sind an Brustkrebs erkrankt
    * mindestens zwei Frauen aus der gleichen Linie einer Familie sind an Brustkrebs erkrankt, davon eine vor dem 51. Lebensjahr
    * mindestens zwei Frauen aus der gleichen Linie einer Familie sind an Eierstockkrebs erkrankt
    * mindestens eine Frau aus der Familie ist an Brustkrebs und eine an Eierstockkrebs erkrankt oder eine Frau ist an Brust- und Eierstockkrebs erkrankt
    * mindestens eine Frau aus der Familie ist vor dem 36. Lebensjahr an Brustkrebs erkrankt
    * mindestens eine Frau aus der Familie ist an beidseitigem Brustkrebs erkrankt, wobei der erste Brustkrebs vor dem 51. Lebensjahr aufgetreten ist
    * mindestens ein Mann aus der Familie ist an Brustkrebs und eine Frau an Brust- oder Eierstockkrebs erkrankt

Wie viel wird an die Nachkommen weitergegeben?

Die Vererbung von brustkrebsbegünstigenden Genveränderungen folgt einem sogenannten autosomal-dominanten Erbgang. Das bedeutet, dass das entsprechende Genmerkmal unabhängig vom Geschlecht mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent vererbt wird.

Auch Männer können also Träger der brustkrebsbegünstigenden Genveränderungen sein und sie, genauso wie Frauen, an ihre Nachkommen weitergeben. Tragen beide Elternteile die Genveränderung, beträgt das Risiko der Weitergabe 75 Prozent.

http://www.ueberleben-mit-brustkrebs.de/brustkrebs/wissen_brustkrebs/verdacht/content-196541.html