Autor Thema: Blasenkrebs und die Radiochemotherapie  (Gelesen 1016 mal)

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admin

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Blasenkrebs und die Radiochemotherapie
« am: 26. Juni 2009, 17:20 »

Blasenkrebs, bereits durch das innere Fettgewebe, in das Muskelgewebe, also invasiv: Blase heraus, die übliche Mitteilung!

Es gibt aber Situationen bzw. ..................... wo DAS (noch) nicht stattfindet.

Wie geht man dann vor?


Schön zusammen getragen haben dies unsere Deutschen Freunde, ein "Nur-Blasenkrebs-Forum".
Dies ist wohl einmalig im Deutschen Sprachraum, und sehr zu empfehlen.


Daher Infos zur Radiochemotherapie auf:

http://www.forum-blasenkrebs.net/board.php?boardid=56&sid=e33c51520d2309d8176e037c9943499a

bzw.

http://www.forum-blasenkrebs.net/thread.php?threadid=1749



Auch der Deutsche Krebskompass hat ein Unterforum Blasenkrebs:

http://www.krebs-kompass.org/forum/

und dann

http://www.krebs-kompass.org/forum/forumdisplay.php?f=11

bzw. zur Radiochemotherapie:

http://www.krebs-kompass.org/forum/showthread.php?t=33712











Josef

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Re: Blasenkrebs und die Radiochemotherapie
« Antwort #2 am: 26. Juni 2009, 19:52 »
V15.5
Prädiktion der TUR-Blase mit kombinierter Radiochemotherapie
(RCT) beim Harnblasenkarzinom bei
Patienten, die innerhalb von 5 Jahren mit Tumor versterben

F. S. Krause1, O. Ott2, S. Petsch3, B. Wullich1
1Klinik für Urologie, 2Strahlentherapie und 3Tumorzentrum, Universität Erlangen/
Nürnberg, Erlangen, Deutschland

http://www.kup.at/kup/pdf/7974.pdf  S.27

Fragestellung
Seit 25 Jahren bieten wir alternativ die TUR-B mit
der RCT beim Urothelkarzinom der Blase an. In dieser Analyse bewerten
wir den Einfluss verschiedener klinischer Parameter (TNM,
Grading, Lymphinfiltration [L], Resektionsstatus/Residualtumor
[R], Fokalität, Ansprechrate, RCT-Radiatio) auf den Erfolg der
Behandlung (Lebensstatus) v.a. mit Blickpunkt auf Patienten, die
innerhalb der ersten 5 Jahre mit Tumor versterben.
Methodik Aus dem Gesamtkollektiv (n = 473) wurden in einer
Subgruppenanalyse diese Patienten gesondert ausgewertet. Von 246
Patienten waren inzwischen 240 verstorben (~98 %), im Detail: lebt
tumorfrei (n = 6), tot tumorfrei (n = 45), tot mit Tumor (n = 152) und
tot mit unklarem Tumorstatus (n = 43).

Ergebnis
In Tabelle 3 ist die Gruppe „tot mit Tumor“ (Grp. t;
n = 152) verglichen zum Gesamtkollektiv (GK) und den Parametern
pT, R, und pL abgebildet. Die Ansprechrate nach RCT (complete
versus non-response), RCT versus nur Radiatio, sowie der N/M-Status
hatten auch einen Einfluß auf den Erfolg der Therapie. Hingegen
war ein begleitendes Cis, Fokalität und Grading nicht entscheidend
für das Outcome.

Schlussfolgerung
Anhand der gezeigten Ergebnisse ist es möglich,
ein prognostisches Risikoprofil für den einzelnen Patienten bei
der Behandlung des Blasenkarzinoms mittels TUR-B und komb.
RCT zu erstellen. Patienten versterben signifikant häufiger innerhalb
der ersten 5 Jahre bei pL1, R2-Resektion, Non-Response (Kontroll-
TUR-B nach RCT) und M+. Ebenfalls ungünstig sind ein Ausgangsbefund
von pT3/4, R1, N+ und nur Radiatio.


Siehe auch:  http://www.krebsforum.at/forum/index.php/topic,1729.msg8948.html#msg8948


« Letzte Änderung: 26. Juni 2009, 20:33 von Josef »
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

admin

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Blasenkrebs und die Radiochemotherapie
« Antwort #3 am: 22. Februar 2010, 10:24 »

Ebs berichtet seit seinen Therapien immer wieder mal unter:
http://www.krebs-kompass.org/forum/showthread.php?t=33712


Standard AW: pT2a G3 / dann cT4: Blasenerhalt durch Radiochemotherapie.
Hallo allerseits,

nach gut 6 Monaten wieder mal ein Zwischenbericht für diejenigen Leidensgefährten, die sich für den Fortgang meiner Blasenkrebsgeschichte als eine evtl. Alternativmöglichkeit zur allgemein üblichen totalen Blasenentfernung interessieren.

Alle zwischenzeitlichen Kontrollen beim Urologen waren ohne Befund, die letzte MRT von vorgestern völlig unauffällig, kein Anhalt von Rezidiven.

Die Teilentfernung (1/3) meiner Harnblase liegt jetzt gut 2 1/2 Jahre zurück, die Radiochemotherapie gut 2 Jahre.

Mir geht es nach wie vor bestens, meine immer noch eigene Harnblase ist nach wie vor voll funktionsfähig und ich habe keinerlei Beschwerden oder Beeinträchtigungen, die erwähnenswert wären.

Ein Glück für mich, dass ich mich damals gegen eine Totalentfernung entschieden habe und meine Ärzte der Urologie und Strahlenklinik im Klinikum Frankfurt (Oder) diese Entscheidung mitgetragen haben und so erfolgreich umgesetzt haben.

Manchmal lohnt es sich eben doch, auch neue Wege zu gehen.

Allen Betroffenen wünsche ich alles Gute und beste Heilungserfolge, egal für welchen der Wege !

Mit besten Grüßen
Ebs

Werner

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Blasenkrebs und die Radiochemotherapie
« Antwort #4 am: 15. Mai 2012, 21:28 »
15/05/2012
( APA )
.
Effiziente Kombi-Therapie bei Blasenkarzinom

Radio-Chemotherapie erwies sich in Studie als weit wirksamer gegenüber alleiniger Bestrahlung - Organerhaltende Behandlung im fortgeschrittenem Stadium

Bei der Behandlung von Blasenkrebs im fortgeschrittenen Stadium verbessert die Kombination von Strahlenbehandlung und Chemotherapie die Prognose der Patienten deutlich, wie eine im "New England Journal of Medicine" publizierte Studie der Universität Birmingham, School of Cancer Sciences, in Großbritannien zeigt. An der britischen Untersuchung nahmen insgesamt 360 Patienten teil, deren Tumor schon in die Muskulatur der Blase vorgedrungen war. Sie wurden entweder nur bestrahlt oder erhielten zusätzlich noch eine Chemotherapie.

Mit der Radiochemotherapie lebten zwei Jahre danach erfreulicherweise gut zwei Drittel der Patienten tumorfrei. Durch die kombinierte Therapie können die Ergebnisse gegenüber der alleinigen Bestrahlung um mehr als zehn Prozent weiter verbessert werden. Allerdings führte die zusätzliche Chemotherapie etwas häufiger zu Nebenwirkungen. Diese blieben jedoch auf die Dauer der Behandlung beschränkt, wie die Mediziner berichten. Die Harnblase konnte bei 85 Prozent der Patienten erhalten werden.

Hat das Karzinom schon auf die Blasenmuskulatur übergegriffen, wird laut den Angaben derzeit noch meist die gesamte Harnblase entfernt - oft samt umliegenden Organen wie etwa Prostata oder Gebärmutter. Christian Weiss, leitender Oberarzt an der Klinik für Strahlentherapie der Universität Frankfurt am Main, erläutert, dass dieses Vorgehen nicht für alle Patienten optimal ist: "Die Zystektomie belastet gerade ältere Menschen, die an weiteren Begleiterkrankungen leiden, schwer."

Bestrahlung durch Medikamente wirksamer machen

Die Bestrahlung würde eine Alternative zur Operation bieten, obwohl diese laut Aussendung bisher vor allem nur bei inoperablen Patienten eingesetzt wird. Schon seit Jahren wird laut Aussendung versucht, die Bestrahlung durch zusätzliche Medikamente wirksamer zu machen. Manche Zytostatika können nämlich, wenn sie gleichzeitig mit einer Bestrahlung verabreicht werden, die Strahlenwirkung in Tumorzellen verstärken. Wichtige Erkenntnisse der Radiochemotherapie wurden laut Aussendung von deutschen Universitätskliniken erarbeitet. Durch die britische Studie wurde jetzt aber erstmals klar bewiesen, dass die Kombinationsbehandlung besser, und der Unterschied zur reinen Strahlenbehandlung sogar noch größer als erwartet ist.

"Die Ergebnisse der Kombinationstherapie sind ähnlich gut wie bei einer vollständigen Entfernung der Blase" so Weiss. Damit würde dieses Vorgehen eine organerhaltende Alternative zu einer Radikaloperation bei Patienten mit fortgeschrittenem Blasenkrebs eröffnen. (ad/mmb)

Quelle: New England Journal of Medicine (abstract)