Autor Thema: Operation  (Gelesen 2071 mal)

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christina62

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Operation
« am: 16. Mai 2007, 11:56 »

Operation

Vor allem das frühe Stadium der Gebärmutterhalskrebserkrankung wird durch eine Operation mit Entfernung der Gebärmutter und des angrenzenden Beckenbindegewebes sowie der Lymphknoten behandelt. Auch hier sind die Heilungsaussichten oft noch sehr gut, doch sind die Belastungen ungleich größer als bei den kleinen operativen Eingriffen zur Behandlung der Vorstufen

gefunden:krebshilfe.net
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christina62

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Re: Operation
« Antwort #1 am: 17. Mai 2007, 23:33 »

Welche Behandlungsmöglichkeiten bei Gebärmutterkörperkrebs gibt es?


Zur Beurteilung der Ausdehnung von Gebärmutterkörperkrebs werden eine Computer-Tomographie oder eine Kernspin-Tomographie verwendet.

Bei Gebärmutterkörperkrebs müssen durch eine Operation die Gebärmutter und die Eierstöcke entfernt werden, da sich die Erkrankung häufig auch in den Eierstöcken ausbreitet. Je nach Tumorstadium müssen weiters auch die Lymphknoten im Bereich des Beckens und/oder eine Scheidenmanschette entfernt werden.

Manchmal wird zusätzlich zur Operation auch eine Bestrahlung und selten eine Hormonbehandlung angeordnet. In einem sehr weit fortgeschrittenen Tumorstadium wird eine alleinige Strahlentherapie eingesetzt.

http://www.diesie.at/index.php?id=218

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Jutta

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Gebärmutterhalskrebs: Hysterektomie - Wenn die Gebärmutter raus muss
« Antwort #2 am: 06. September 2008, 00:47 »

Gebärmutterhalskrebs - Birgit R. (39) fühlt sich seit Jahren abgeschlagen, schlapp und müde. Der Grund dafür sind mehrere Myomknoten in ihrer Gebärmutterwand, die zu einer Blutarmut bedingt durch immer wieder auftretende sehr starke Regelblutungen geführt haben. Das Vorhandensein dieser gutartigen Muskeltumore hat die Gebärmutter auf ein Mehrfaches ihrer eigentlichen Größe anwachsen lassen. Da bei Frau R. kein Kinderwunsch mehr be- steht, hat sie sich nach einem umfassenden Beratungsgespräch mit ihrem Gynäkologen dazu entschlossen, eine Hysterektomie – so die medizinische Bezeichnung für eine Gebärmutterentfernung – vornehmen zu lassen. Denn eine langfristige konservative Behandlung z.B. mit Tabletten gibt es bis heute leider nicht.

Vier verschiedene Hysterektomieverfahren stehen heute zur Verfügung: Der Arzt kann die Gebärmutter klassisch über einen Bauchschnitt oder durch die Scheide entfernen. Dank der Entwicklung endoskopischer Techniken – auch Schlüssellochoperationen genannt – lässt sich seit einigen Jahren die Hysterektomie auch durch eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) durchführen. In manchen Fällen ist es sinnvoll, die Verfahren zu kombinieren. Dann wird die Gebärmutter durch die Scheide entnommen, nachdem der Eingriff durch eine Bauchspiegelung vorbe- reitet wurde. „Welches Verfahren für die jeweilige Patientin geeignet ist, muss individuell entschieden werden“, so Dr. Frank Piczlewicz, Oberarzt in der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe im Elisabeth-Krankenhaus Essen. „Es richtet sich nach der Art der Erkrankung, der körperlichen Verfassung der Patientin und den zu erwartenden Schwierigkeiten – beispielsweise durch Verwachsungen infolge vorausgegangener Ope- rationen oder Entzündungen.“ Frau R. hat sich nach dem Gespräch mit ihrem Gynäkologen für eine so genannte Laparoskopische Subtotale Hysterektomie – kurz LASH – entschieden. Bei dieser minimal invasiven Methode wird nur der Gebärmutterkörper entnommen, während der Gebärmutterhals intakt bleibt.

Durchs "Schlüsselloch"

Durch winzige Einschnitte – jeweils weniger als einen Zentimeter lang – werden eine Kamera in den Bauchnabel und chirurgische Microinstru- mente über die Leisten eingeführt. So kann der erfahrene Chirurg den Gebärmutterkörper sorgfältig vom -hals abtrennen. Einsehen kann er den Bauchraum dabei durch das Endoskop, das an eine Videokamera und an eine Lichtquelle angeschlossen ist. „Dank einem technisch hochentwickelten Gerät – dem so genannten Morcellator – gelingt es heute, selbst das Gewebe einer sehr stark vergrößerten Gebärmutter so zu zerteilen, dass es sicher und problemlos in wenigen Minuten abge- tragen und dann durch eine der kleinen Öffnungen entfernt werden kann“, erklärt der Gynäkologe. Etwa 60 bis 90 Minuten dauert der Eingriff insgesamt und wird immer unter Vollnarkose durchgeführt. Der Grund dafür: Bei einer Schlüssellochoperation wird Kohlendioxid in die Bauchhöhle eingebracht. Dadurch kann die Zwerchfellatmung der Patientin unter Umständen beeinträchtigt werden. Dr. Piczlewicz: „Die Frauen bleiben nach dem Eingriff nur zwei bis drei Tage bei uns in der Klinik. Im Vergleich dazu: Nach einem Bauchschnitt dauert der Klinikaufenthalt in der Regel etwa eine Woche.“

Schneller wieder fit

Die LASH erscheint aber nicht nur wegen der verkürzten Krankenhaus- dauer vielen Frauen attraktiver als die anderen Operationsmethoden. Bei einem laparoskopischen Eingriff wird ein größerer Bauchschnitt ver- mieden und so die Narbenbildung minimiert. „Gerade für Patientinnen, die bereits einmal einen Bauchschnitt – beispielsweise einen Kaiser- schnitt – hatten, oder für Frauen, die keine Kinder geboren haben, ist das Verfahren eine sehr gute Alternative“, erläutert der Gynäkologe aus Essen. „Das Belassen des Gebärmutterhalses ist technisch einfacher und das Trauma für den Körper geringer. Deshalb fühlen sich die Patientin- nen in der Regel nach der OP weniger stark beeinträchtigt und sind schneller wieder fit. Das Risiko, dass beim Eingriff andere Organe – wie z.B. die Harnblase – verletzt werden, ist deutlich kleiner und Wund- heilungsstörungen treten ebenfalls deutlich weniger auf. Der Erhalt des Gebärmutterhalses hat allerdings zur Folge, dass bei rund 20 Prozent der operierten Frauen weiterhin leichte, zyklische Schmierblutungen auftreten.
Anders als bei der Hysterektomie über die Scheide kann es bei der LASH nicht zu einer vaginalen Traumatisierung, Scheidenverkürzung oder Narben im Scheidenstumpf kommen.“ Da bei einer teilweisen Hysterektomie die wesentlichen Bandstrukturen und der Beckenboden erhalten bleiben, erhoffen sich viele Frauen von der LASH außerdem, dass eine Beckenbodensenkung und spätere Harninkontinenz vermieden werden können, sowie ein uneingeschränktes sexuelles Empfinden. Ob die Laparoskopische Subtotale Hysterektomie diese Erwartungen auch langfristig erfüllt, ist derzeit Gegenstand laufender Studien.

Krebsvorsorge

Der Einsatz der LASH ist jedoch nur bei gutartigen Erkrankungen der Gebärmutter möglich. „Hauptindikationen für die OP-Methode sind Schmerzen und Blutungsstörungen, die auf eine Vergrößerung der Gebärmutter durch das Vorhandensein von Myomknoten oder Ein- wachsen der Gebärmutterschleimhaut in der Gebärmutterwand zurückzuführen sind“, so Dr. Piczlewicz.

Nachdem man bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bei Hysterektomien den Gebärmutterhals überwiegend im Körper beließ, geriet die Methode ab den 1950-er Jahren in Verruf und wurde schließlich nahezu vollkommen aufgegeben. Der Grund: Das häufige Auftreten von Gebärmutterhalskarzinomen nach dem Eingriff. Deshalb wurde bis vor ein paar Jahren bei Hysterektomien der Gebärmutterhals als Krebsprävention routinemäßig mitentfernt.
„Man geht heute davon aus, dass bei den damals aufgetretenen Krebserkrankungen bereits zum OP-Zeitpunkt bösartige Zellveränderungen im Bereich des Gebärmutterhalses vorhan- den, allerdings nicht erkannt waren“, erklärt Dr. Piczlewicz. „Dank der heute erweiterten Kenntnisse und Möglichkeiten bei der Früherkennung des Gebärmutterhalskarzinoms hat die teilweise Hysterektomie mit ihren vielen Vorteilen wieder an Bedeutung gewonnen. Was jede Frau, die sich für eine LASH entscheidet, aber wissen muss: Regelmäßige Krebsvorsorgeuntersuchungen bleiben auch nach den Eingriff weiterhin notwendig!“

Birgit R. hat den Eingriff gut überstanden und konnte das Krankenhaus nach zwei Tagen wieder verlassen. Das ist jetzt gut vier Monate her. Die Blutwerte von Frau R. haben sich mittlerweile fast normalisiert und deshalb fühlt sie sich derzeit so fit wie seit Jahren nicht mehr. (EKE 08/2008)

Evi

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12.07.2009

Zervix-Karzinom: Neue Operationsmethode mit sehr guten Resultaten

(NAM) Eine neues chirurgisches Verfahren verspricht Frauen mit Gebärmutterhalskrebs in einem frühen Stadium eine bessere Prognose und weniger Komplikationen. Wissenschaftler der Universität Leipzig haben eine Operationsmethode entwickelt, die sich an der embryonalen Gewebeentwicklung orientiert. Erste Ergebnisse sind sehr ermutigend.

Professor Michael Höckel und seine Kollegen gehen davon aus, dass ein Tumor der Gebärmutter nicht einfach räumlich wächst, sondern sich zunächst innerhalb von Gewebestrukturen ausbreitet, die einen gemeinsamen embryonalen Ursprung haben. Im Fall der Gebärmutter ist dies der sogenannte Müller-Gang, aus dem sich während der Embryonalentwicklung die Genitalorgane bilden. Die Leipziger Forscher entfernen bei ihrer Operationsmethode, der totalen mesometriale Resektion (TMMR), daher ausschließlich Gewebe, das aus dem Müller-Gang hervorgegangen ist. Benachbarte Strukturen, die einen anderen embryonalen Ursprung haben, bleiben erhalten.

Stöcker und sein Team wendeten die TMMR bei 212 Patientinnen mit Zervix-Karzinom in einem frühen Stadium an und verzichteten dabei auch auf die sonst übliche zusätzliche Bestrahlung des Beckens. Obwohl die neue Operationsmethode weniger radikal ist als das bisherige Verfahren (Hysterektomie), überlebten 96 Prozent der so behandelten Frauen die nächsten fünf Jahre. Damit wurde die Erfolgsrate der Hysterektomie, bei der 15-20 Prozent der operierten Frauen innerhalb von fünf Jahre versterben, weit übertroffen. Bei 94 Prozent der mittels TMMR operierten Patientinnen trat während der Beobachtungsperiode von durchschnittlich 41 Monaten kein Tumorrezidiv auf.

Lediglich bei jeder fünften Frau ergaben sich nach dem Eingriff Probleme, meist wegen Durchblutungsstörungen. Bei der totalen Hysterektomie werden dagegen häufig Nerven geschädigt, die für die Funktion von Blase und Darm verantwortlich sind. Auch die Bestrahlung kann zu erheblichen Nebenwirkungen führen. Sollten sich die Resultate in weiteren Studien bestätigen, könnte die TMMR bei Gebärmutterhalskrebs im Frühstadium zukünftig als neues Standardverfahren gelten. JG

Eine Meldung der Nachrichten Agentur Medizin

Quelle: The Lancet Oncology (2009); 10: 683-92