Die Blaulichtzystoskopie in der urologischen Praxis
11 Mai, 2010 - 07:27 Dr. Walter Kozak
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Die Blaulichtzystoskopie gilt seit vielen Jahren als wichtige Ergänzung in der Therapie und Diagnostik von Harnblasentumoren, insbesondere des Carcinoma in situ (CIS). In den EAU-Guidelines 2009 wird die Fluoreszenzzystoskopie (PDD: photodynamische Diagnostik) mit Biopsie bzw. Resektion als mit höherer Sensitivität behaftetes Verfahren angesehen. Die Ergebnisse der entsprechenden randomisierten Studien werden nicht zuletzt aufgrund der bescheidenen Größe mit einem Level of Evidence 2a bewertet. Auch der Grade of Recommendation ist mit C eher niedrig beurteilt.
Diese Methode ist bis jetzt auf urologische Zentren und dort vor allem auf den operativen Bereich beschränkt. Gründe dafür sind u.a. die hohen Ausstattungskosten sowie die hohen Kosten für den Photosensitizer 5-ALA (5-Aminolävulinsäure) bzw. HAL (Hexaminolävulinat), der ca. 1 Stunde vor der Blaulichtzystoskopie in die Harnblase instilliert werden muss.
Der Einsatz der Blaulichtzystoskopie im Rahmen der operativen Behandlung von Blasentumoren führt zu einer besseren Detektion auch kleinerer, flacher Läsionen bei multilokulärem Auftreten und gewährleistet eine sicherere Resektion im Gesunden, insbesondere der Randbereiche größerer Blasentumore.
Im ambulanten bzw. niedergelassenen Bereich läge der Vorteil der Anwendung der PDD in einer früheren Diagnostik des CIS bzw. von Rezidiven im Rahmen der Tumornachsorge.
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