Autor Thema: Vakzine schützt zu 98 Prozent gegen Gebärmutterhalskrebs  (Gelesen 893 mal)

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christina62

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Vakzine schützt zu 98 Prozent gegen Gebärmutterhalskrebs

Studie mit 12.000 Probandinnen weist Effekt binnen weniger Jahre nach - Auch Untersuchung mit österreichischer Beteiligung erschienen
Boston/Wien - Da wird sich die Gesundheitspolitik in Zukunft schwer tun, jungen Frauen nicht diese Impfung zur Verfügung zu stellen: Die Immunisierung mit einem Vierfach-Impfstoff ("Gardasil") gegen Infektionen mit Human Papilloma Viren (HPV) schützt Frauen, die mit den Viren noch nicht in Kontakt gekommen sind, zu 98 Prozent vor Gebärmutterhalskrebs-Vorstufen. Der Effekt ist schon in weniger als zwei Jahren nach der Impfung sichtbar. Dies hat eine internationale Studie mit mehr als 12.000 Probandinnen ergeben.

Veröffentlichung der Ergebnisse


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bezahlte EinschaltungDie wissenschaftliche Untersuchung wird in der neuesten Ausgabe einer der angesehensten Medizin-Fachzeitschriften, dem "New England Journal of Medicine" (10. Mai), veröffentlicht und stand unter der Leitung von Laura Koutsky von der Abteilung für Epidemiologie der Universität Washington. 12.167 Frauen im Alter zwischen 15 und 26 Jahren bekamen entweder drei Mal die echte Vakzine oder ein Scheinmedikament injiziert.

Studie

Die Beobachtungszeit betrug drei Jahre. Dann wurde untersucht, ob die Frauen entweder Vorstufen eines Zervixkarzinoms oder gar Krebs durch eine Infektion mit den HPV-Stämmen 16 beziehungsweise 18 entwickelt hätten. Die Vakzine schützt gegen diese beiden Virus-Varianten und gegen jene mit der Bezeichnung 6 und elf, welche Genitalwarzen hervorrufen.

Das Hauptergebnis

Bei den durch HPV 16 und 18 verursachten Krebsvorstufen beziehugnsweise Karzinomen lag die Schutzrate bei 98 Prozent. Unter jenen Probandinnen, die schon einmal durch diese Papilloma-Viren Probleme gehabt hatten, lag die Schutzrate bei 44 Prozent. Der Effekt trat recht schnell ein. Zwischen allfälliger Infektion und dem Entstehen von Zervix-Karzinom-Vorstufen lagen oft nur weniger als zwei Jahre. Damit dürfte die Wirkung einer breiten Anwendung der Vakzine auch binnen weniger Jahre - und nicht erst nach Jahrzehnten - in der Krebsstatistik zu beobachten sein.

Weitere Studien bestätigen Ergebnisse

In der selben Ausgabe des "New England Journal of Medicine" werden auch noch die Ergebnisse zweier weiterer Studien mit der Vakzine veröffentlicht: In einer Untersuchung mit 5.455 Frauen im Alter zwischen 16 und 24 Jahren wurde die gesamte Schutzwirkung vor HPV-Erkrankungen bei jungen Frauen untersucht (auch gegen Genitalwaren, Veränderungen an Vulva und Vagina). Daran nahmen auch österreichische Wissenschafter unter der Leitung des Wiener Gynäkologen Sepp Leodolter (Universitäts-Frauenklinik am Wiener AKH) teil. In dieser Untersuchung betrug die Schutzrate sogar 100 Prozent.

Impfung für alle Mädchen gefordert

Österreichische Experten haben in der jüngeren Vergangenheit immer vehementer die Aufnahme der HPV-Impfung zumindest für alle Mädchen vor ersten sexuellen Kontakten - HPV wird beim Intimverkehr übertragen - gefordert. Regulär kostet jede der drei Dosen Impfstoff in den Apotheken 208 Euro, im Rahmen einer Aktion der Apothekerkammer gemeinsam mit dem Großhandel beträgt der Preis derzeit 155 Euro.

Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky (ÖVP) hat erklärt, dass die Durchimpfung eines Jahrganges derzeit 25 Mio. Euro kosten würde. Das Geld dafür sei nicht da. Laut Herstellerangaben würden die Ausgaben für den Bund aber nur bei der Hälfte bis deutlich darunter liegen. (11,88 Mio. Euro für die Durchimpfung von 85 Prozent der Mädchen und 50 Prozent der Buben). In Österreich sterben pro Jahr rund 180 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Etwa 5.000 müssen sich wegen Krebs-Vorstufen chirurgischen Eingriffen unterziehn

gelesen im standart.at

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Dietmar E.

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HPV-Impfstoff, lang anhaltende Wirkung - starkes Immungedächtnis
« Antwort #1 am: 30. Juni 2007, 22:59 »

Do, 21.Jun 2007

Neue Ergebnisse zeigen, dass der HPV-Impfstoff gegen vier humane Papillomvirus-Typen, ein starkes immunologisches Gedächtnis hervorruft - ein Indikator für einen Langzeitschutz


   Brunn am Gebirge (OTS) - Die Ergebnisse unterstützen Impfprogramme für Mädchen und junge Frauen, um die Krankheitslast durch Gebärmutterhalskrebs und dessen Vorstufen sowie durch präkanzeröse Läsionen der Vulva und Genitalwarzen zu reduzieren

   Neue Studienergebnisse, die heute im medizinischen Fachjournal Vaccine veröffentlicht wurden, weisen darauf hin, dass die Wirksamkeit des tetravalenten HPV-Impfstoffes, der vor vier humanen Papillomvirus-Typen (6,11,16,18) schützt, lange anhält. Bei Frauen, die vor fünf Jahren mit dem HPV-Vierfachimpfstoff geimpft wurden, wurde nach erneuter Exposition mit den Impfstoff-Antigenen ein starkes Immungedächtnis festgestellt. Ein immunologisches Gedächtnis ist ein Indikator für einen Langzeitschutz.

   Die Exposition mit dem Wild-Virus wurde fünf Jahre nach der Grundimmunisierung mit drei Dosen HPV-Vierfachimpfstoff durch eine erneute Gabe einer Dosis simuliert. Das Immunsystem erinnerte sich sehr gut an die Impfstoff-Virustypen und reagierte schnell mit einer starken Bildung neutralisierender Antikörper. Dieses immunologische Gedächtnis zeigte sich unabhängig von der Antikörperkonzentration, die vor dem erneuten Kontakt nachgewiesen wurde, und die Antikörperkonzentration überstieg die Immunantwort, die unmittelbar nach der Grundimmunisierung beobachtet wurde.

Der HPV-Vierfachimpfstoff ist der erste und einzige Impfstoff gegen humane Papillomviren, für den ein immunologisches Gedächtnis nach erneutem Antigenkontakt bei vorher geimpften Frauen gezeigt wurde. Frühere Studienergebnisse haben gezeigt, dass fast 100% der Zervixkarzinome und Genitalwarzen verhindert werden, die durch die vier Typen, gegen die der Impfstoff gerichtet ist, verursacht werden.


"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)