Autor Thema: Langzeitfolgen von Darmkrebs  (Gelesen 239 mal)

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Evi

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Langzeitfolgen von Darmkrebs
« am: 29. Juli 2011, 22:20 »
Freitag, 29. Juli 2011

Langzeitfolgen von Darmkrebs erforscht

Heidelberg – Darmkrebspatienten verspüren auch zehn Jahre nach der Diagnose noch gesundheitliche Folgen. Das zeigt eine Langzeitstudie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) an 117 Darmkrebspatienten aus dem Saarland. Allerdings wirken sich die Einschränkungen je nach Alter der Betroffenen unterschiedlich stark aus, so die Studie.

Laut DKFZ überleben aufgrund von Verbesserungen in Diagnostik und Therapie inzwischen 60 Prozent der Patienten mit Darmkrebs mindestens fünf Jahre nach der Diagnose des Tumors. Doch der Tumor und seine Behandlung hinterlassen Spuren.

Alle Befragten litten unter langfristigen Handicaps, speziell Verdauungsproblemen wie Durchfall und Verstopfung. Die Entwicklung der Lebensqualität in kognitiven, sozialen und emotionalen Bereichen war der Studie zufolge dagegen abhängig vom Alter bei der Diagnosestellung. In der jüngsten Patientengruppe, deren Tumor vor dem 60. Lebensjahr entdeckt wurde, war die Lebensqualität eher durch seelische und gesellschaftliche Probleme geschmälert.

Vor allem Einschränkungen bei Arbeit, Hobbys und alltäglichen Beschäftigungen wurden häufig genannt. Dazu kamen Konzentrationsprobleme, Müdigkeit und Schlafstörungen. „Zwar verbesserten sich diese Symptome in den ersten Jahren nach der Diagnose, aber sie waren auch nach zehn Jahren noch präsent“, erklärten die Krebsforscher.

Bei den ältesten Patienten, deren Krebs jenseits der 70 diagnostiziert wurde, ergab die Untersuchung dagegen in den ersten Jahren nach der Diagnose einen vergleichbaren oder sogar besseren Gesundheitszustand als bei gleichaltrigen Personen ohne Darmkrebserkrankung.

„Erst nach fünf bis zehn Jahren berichteten sie über ähnliche gesundheitliche Einschnitte wie jüngere Patienten, darunter häufig Atemnot“, so die Autoren. Die Forscher vermuten, dass ältere Patienten bessere Strategien haben, mit der plötzlichen Diagnose Darmkrebs umzugehen. Möglich sei auch, dass unterschiedliche Therapieverfahren in den ersten Jahren eine Rolle spielten. „Denn ältere Patienten erhalten weniger Chemo- und Strahlentherapie“, erklärten die DKFZ-Wissenschaftler. © hil/aerzteblatt.de

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/46799/Langzeitfolgen_von_Darmkrebs_erforscht.htm