Autor Thema: Bahandlung: Lymphödem  (Gelesen 981 mal)

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christina62

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Bahandlung: Lymphödem
« am: 23. Mai 2007, 10:53 »
Wann behandeln?

 Man spricht von chronischen Lymphödemen, sowie sie nicht mehr in unmittelbarem Zusammenhang zum Beispiel mit einer Operation auftreten. Sie müssen konsequent behandelt werden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern und Gewebeschäden nach Möglichkeit zu vermeiden. Fachleute können derzeit allerdings eine allgemeine vorbeugende Behandlung - also bei Betroffenen ohne Symptome - nicht empfehlen.
Die Ursachenklärung steht am Anfang: Haben Tumorzellen die Lymphbahnen verlegt, oder ist die Schwellung durch die Vorbehandlung zu erklären, also eine Operation oder Bestrahlung? Gibt es weitere Erkrankungen, die als Ursache in Frage kommen? Je nach Ergebnis wird eine individuelle Behandlung entwickelt.

Fachleute teilen das Lymphödem je nach Dauer und Schwere der Symptome in drei Stufen ein.


Stadium I:

Die Schwellung ist relativ frisch und noch weich, sie bildet sich bei Schonung und Ruhe oder durch Hochlagerung von Arm oder Bein wieder zurück. Überprüfen lässt sich dies zum Beispiel durch das Messen des Umfangs von betroffenem Arm oder Bein und den Vergleich zur gesunden Seite. Drückt man vorsichtig auf das geschwollene Gewebe, bildet sich eine Delle.

Ein solches Stadium kann direkt nach einer Operation zur Lymphknotenentfernung auftreten und sollte dann sorgfältig beobachtet werden, ob es sich zeitgleich zum ersten Abheilen von Wunden zurückbildet. Einige Kliniken haben begonnen, bereits direkt nach einem chirurgischen Eingriff auftretende Schwellungen zu behandeln; Routine ist dieses Vorgehen jedoch noch nicht, auch der Umfang und die Art der Behandlung muß noch geklärt werden.

Später, nach dem ersten Abheilen von Wunden oder nach einer Bestrahlung,  ist das frühe Stadium eines Lymphödems ein Alarmsignal - Betroffene sollten zum Arzt gehen und nicht länger zuwarten, ob sich die Schwellung von alleine zurückbildet.

Stadium II:

Die Schwellung besteht meist schon etwas länger. Die Haut und das Bindegewebe sind verhärtet, die Umrisse beispielsweise von Fingern oder Zehen sind verändert und nicht nur einfach geschwollen.
Das Gewebe fühlt sich fest an, bei Druck entstehen keine Dellen mehr. Die Behandlung wird aufwändiger und dauert länger.

Stadium III:

Wird das Lymphödem nicht behandelt, sind Haut und Gewebe deutlich geschädigt und verändert, die Schwellung kann groteste Ausmasse annehmen. Die Flüssigkeit im Gewebe kann sich in Bläschen ansammeln, die bis unter die Haut gehen und aufplatzen können. Kleine Verletzungen haben nicht selten zu Entzündungen auf der Haut geführt, oder die Haut ist von einem Pilz befallen. Die Schwellung kann groteske Ausmasse annehmen. Hier sollten Spezialisten mit viel Erfahrung hinzugezogen werden, der Aufenthalt in einer Fachklinik steht häufig am Anfang der Behandlung.

Wen fragen?

 Die Suche nach geeigneten Ansprechpartnern sollte so früh wie möglich beginnen, wenn der Verdacht auf ein Lymphödem besteht.

Ärzte:
 Ob das Risiko eines chronischen Lymphödems überhaupt besteht, sollte möglichst früh mit den behandelnden Ärzten besprochen werden, falls diese nicht schon von vornherein darauf aufmerksam machen. Die behandelnden Ärzte bleiben auch weiterhin wichtige Ansprechpartner, die spätestens bei Kontrolluntersuchungen auf Beschwerden aufmerksam gemacht werden sollten, besser jedoch gleich dann, wenn Probleme auftreten. Sie verordnen sowohl Behandlungen wie auch Mittel zur Vorbeugung, koordinieren die Anwendung und überweisen gegebenenfalls zu Spezialisten.

Quelle: Krebsinformation.de
« Letzte Änderung: 23. Mai 2007, 10:54 von christina62 »
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christina62

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Wann darf nicht behandelt werden? Lymphödem
« Antwort #1 am: 23. Mai 2007, 10:57 »

Wann nicht behandeln?


In einigen Situationen kann die Lymphdrainage nicht angewendet werden, selbst wenn sich dadurch ein Ödem verschlimmern sollte. Möglich ist dann meist nur die Kompression, auch diese aber nur dann, wenn die Risiken genau abgeklärt sind.
Nicht behandelt werden darf  bei Entzündungen, vor allem, wenn gefährliche Keime eine geschädigte Gewebestelle besiedelt haben. Diese Infektion kann zur Wundrose (Erysipel) führen. Hier muß die vorsichtige Kompression zunächst ausreichen. Behandelt wird mit Antibiotika; da das Gewebe vorgeschädigt ist, kann dies länger notwendig sein, als Patienten es von anderen Infektionen her kennen. Bei Fieber ist Schonung und Bettruhe angesagt. Ob die heiße Haut durch Umschläge gekühlt werden darf, hängt von ihrem Zustand ab und sollte mit dem Arzt oder Pflegedienst besprochen werden.

Eine Lymphdrainage darf ebenfalls nicht durchgeführt werden, wenn der Verdacht auf eine gleichzeitig vorliegende Thrombose besteht, also ein Blutpfropf eine Vene verstopft. Auch eine schwere Herzerkrankung ist ein Problem, wenn die Herzleistung dem Ausgleich des Flüssigkeitshaushalts nicht gewachsen wäre.
Eine Kompressionsbehandlung durch Strümpfe oder Bandagen ist dagegen ein Problem, wenn Arterien geschädigt sind, die Adern, die das Gewebe mit Sauerstoff versorgen. Unter einer solchen Erkrankung, auch "Schaufensterkrankheit" genannt, leiden vor allem ältere Menschen: Schmerzen in den Beinen zwingen sie dazu, öfter stehen zu bleiben.

Ob bestrahlte Haut mit Lymphdrainage behandelt werden darf, hängt davon ab, wie gut sie die Bestrahlung verkraftet hat. Hautschäden sollten ausgeheilt sein.

gelesen in Krebsinformation.de
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christina62

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Dauer der Behandlung:: Lymphödem
« Antwort #2 am: 23. Mai 2007, 10:59 »

Wie lange behandeln?


 Ein chronisches Lymphödem kann sich zwar unter Behandlung gut zurückbilden, auch wenn dies Wochen oder sogar Monate dauert.

Die Empfindlichkeit bleibt jedoch meist länger erhalten. Zwar entwickelt und nutzt das Lymphsystem Ersatzbahnen, doch der alte Zustand wird selten erreicht. Die Neigung zu Ödemen oder auch eine leichtere Schwellung bleiben lebenslang erhalten.
Dies bedeutet aber nicht, dass betroffene Patienten lebenslang Behandlung brauchen:

 Mit Kompressionsbandagen oder -strümpfen und Vorsicht im Alltag läßt sich ein Rückfall einschränken oder ganz vermeiden.Sorgfältige Schulung und Kontrolle durch Fachleute helfen bei der Vermeidung von Rückfällen und dem schnellen Beginn einer gegebenenfalls notwendigen neuen Therapiephase.

Die Belastung am Arbeitsplatz sollte den Möglichkeiten angepaßt werden.
 Dies ist ein Thema für die Rehabilitation, hier helfen der behandelnde Arzt, die Ansprechpartner im Betrieb und die Service-Stellen REHA, die es bundesweit in den meisten Städten gibt. Adressen können bei der Krankenkasse oder dem Rentenversicherungsträger erfragt werden. Eine Liste bietet auch die Deutsche Rentenversicherung unter www.deutsche-rentenversicherung-bund.de, unter dem Stichwort Rehabilitation.


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