Autor Thema: Andy, pT1G 2 und 2x pTa.  (Gelesen 1292 mal)

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Andy, pT1G 2 und 2x pTa.
« am: 25. März 2007, 11:17 »
Mit Andys Erlaubnis übertragen, Anm. Admin



Blasenspiegelung-TUR-Nachresektion

Nachdem ich meine Geschichte an vielen Orten jeweils auszugsweise hatte jetzt noch mal für die Neulinge hier eine gestraffte Darstellung meines Blasenkrebsverlaufes und etwaig relevanter Vorbelastungen bisher:

Vorgeschichte:
Ich bin männlich, 47 Jahre, habe mit 12 angefangen zu rauchen, ab 14 - 18 regelmäßig Camel o.F., dann 4 Jahre Pause, danach täglich so um die 10 - 15 Zigarillos täglich im langjährigen Mittel.
In meiner Jugend habe ich viel mit Streicharbeiten zu tun gehabt - echtes Karbolineum und andere Holzschutzmittel, oft frei atmend Diesel in den Trecker getankt. Bis heute habe ich als Heimwerker auch viel Streicharbeiten innen wie außen vollzogen und dabei draußen auch durchaus geraucht.
Ich habe immer Sport gemacht, viele Jahre viel, sehr viel Kaffee getrunken und dabei dann auch viel geraucht. Ich habe früher als Kriminalpolizist stundenlange Vernehmungen mit echtem Leistungsrauchen absolviert. Ich war eigentlich nie krank, habe bisher 8.2.07 ganze 10 Tage krank gefeiert

Vor ca. 3 Jahren fiel mir mal auf, dass mein Urin häufiger dunkelgelb war, eher etwas orange-farben. Ich habe das auf die 2 Liter Kaffee im Büro zurückgeführt und den Kaffee durch Wasser ersetzt, danach war der Urin wieder wie zuvor. Schmerzen im Harnbereich habe ich nie bewusst wahrgenommen.

Krebsgeschichte i.e.S.

Am 4.2. - sonntags - Urin nach dem Frühstück hatte die Farbe des Merlots vom Abend zuvor, Schreck. Nächstes Krankenhaus mit Urologie ausfindig gemacht, angerufen, gefragt, ob der Urologe auch da ist, positiv, hingefahren.
Urin abgeben, war noch immer rot, dunkelrot wie Blut, warten auf Labor. Parallel Untersuchung, leider war der Urologe dann im OP, ein Koloproktologe machte es. Bauch abtasten, keine Schmerzen, Tastuntersuchung Prostata von hinten - erstes Mal, hatte es schlimmer erwartet - dann Ultraschall. Zur Blase konnte er wenig sagen, das dunkle sei der Urin.
Nach den Laborwerten kam der Urologe, ließ sich noch mal Urin zeigen, der war jetzt gelb, fragte nach Problemen beim Wasserlassen - negativ - und äußerte die Vermutung Blasenentzündung und verschrieb Antibiotika.
Weiter empfahl er eine weitergehende Untersuchung mit Blasenspiegelung, die aber jetzt nicht gemacht würde.

Ich recherchierte und stellte fest, dass es an den Schmerzen fehlte, die zu allen Entzündungen gehören und bemühte mich schnell um eine Überweisung zur Blasenspiegelung - als Polizist bin ich wie ein Kassenpatient.
Ich machte mit dem Krankenhaus einen Termin, an dem auch das Blasenspiegelgerät frei war.

8.2. mit meiner Frau - ich persönlich tippte da schon auf problematische Diagnose und wusste nicht, ob ich das Auto noch würde zurückfahren können - zum Professor. Der sagte, wir machen bestimmt heute noch keine Blasenspiegelung, wir sind eine ganz sanfte Medizin. Dann der Ultraschall - er verharrte an einer Stelle mit den Worten, das gefällt mir nicht - selbst ich, bisher nur durch Schwangerschafts-Ultraschall-bilder geschult, sah eine Abweichung: Merke:
Ultraschall ist Erfahrungssache - der Proktologe hätte wahrscheinlich was im Darm erkannt.
Einen Raum weiter zur Blasenspiegelung. Stuhl wie bei den Frauen, das Gerät war ein flexibles Gerät, meine Frau war auch mit dabei, wir wollten das so, ich hatte bei den Schwangerschaften ja auch alle Untersuchungen mit gemacht.
Prof. hat alles gut erklärt, etwas Jod - Betaisadona - und Gleitmittel, "versuchen sie zu entspannen, nur eine enge Stelle" und er schob den Katheder ein. Ich war nicht entspannt an der Stelle, das ist der Prostata-Bereich aber es war nicht schlimm, nicht sehr schlimm, schon etwas schmerzhaft.
Dann sahen wir alle drei gemeinsam einen polypförmigen Blasenkrebs, der in die Blase hineinragte.
Der Prof. mit dem wir vorher im guten Vorgespräch Klarheit in der Sprache vereinbart hatten, sagte, das ist ein bösartiger Tumor, der muss raus, schnell. Wollen Sie gleich hier bleiben, dann haben sie nicht noch das ganze Wochenende, wir operieren sie direkt morgen früh.

Meine Frau war ziemlich geschockt, eine nette Frau stützte sie, ich war betroffen, hatte aber etwas in der Art vermutet, außerdem lag ich ja. Der Schlauch wieder raus, abwischen, Beratungsgespräch mit guter Erläuterung. Ich gehe auf Station, meine Frau holt die Klamotten. SMS an die Kollegen und meinen Chef, ich hatte alle vorgewarnt, das war gut so. Viel positiv Mutmachendes von meiner Frau, Freunden und Kollegen, in der Hauskapelle gebetet und dann gut geschlafen.

Ganz nebenbei, diverse Termine, die ich hatte, auch sehr wichtige, öffentlich relevante, sage ich konsequent ab, bzw. schubse Leute in die Situation, dass für mich zu machen. Die machen das teilweise mega-Klasse, danke vor allem  Donne Müller und der Jugend aus der Gemeinde, die den top-Event Karnevala ohne mich schaukeln musste.

9.2. Entscheidung für Spinale Lokalanästhesie - auch wieder wie bei meiner Frau bei den Schwangerschaften und weil ich gerne alles mitkriege, schließlich haben die immer Handschuhe an, da will ich wenigstens Zeuge ein  . Psychopharmaka so gegen 10,oo h, runter in den OP, d. h. der gleiche Raum, wo vorher auch die Blasenspiegelung war
Vorbeugen, Spray auf den Rücken, abklopfen, Wirbel suchen, kleiner Stich, dann betäubt, spüre noch den weiteren Stich, aber ohne Schmerz. Hitzeartig, aber noch gut erträglich zieht es über Gesäß in die Beine. Dann Lageänderung, Beine in die Stuhlschalen, Kontrolle der Narkotisierung. Dr. kommt, stellt sich vor, ich liege ja hinter einem Vorhang und fängt an. Ganz leicht spüre ich, dass sich da was in meinem Körper tut, der Aufsatz, durch den die Geräte durch den Katheder in die Blase geschoben werden, das starre Werkzeug, spürt man etwas, wenn es wippt, schaukelt.
Ich höre das routinierte Sprechen, der Prof guckt zu - er realisiert erst später, dass ich zwar ein ranghoher Polizist, aber genauso versichert bin wie die anderen - alles macht einen guten Eindruck. Ich kriege so auch mit, dass neben dem Polypen noch zwei flächige Tumore gesehen und entfernt werden.
Der Spaß der Tur selbst dauert knapp 20 Min., 10 Min. vorher das Betäuben, nach 30 Min. stehe ich auf dem Flur und warte auf die Rückkehr zur Station.

In mir steckt ein Katheder, der ist ca. 1/2 cm im Durchmesser und hat drei Öffnungen. Durch die eine läuft eine Spülung aus 5-Liter-Beuteln in mich reich, durch die andere wieder raus und in einen Eimer, zunächst noch sehr blutig, nimmt dann immer weiter ab. der dritte ist mein Urinausgang.
Außerdem noch eine Infusion an der Hand. Die Narkose hält noch ca. 6 Std., in denen ich keinen Wundschmerz habe, schön, aber auch nicht aufstehen darf. Will ich aber auch nicht.
Trinken darf ich nach einer Stunde, Essen nach 1,5 Std., habe auch Bärenhunger. Dann Radiohören, Kreuzworträtsel, Fernsehen, Schwätzen mit Zimmer-Kumpel. Gott sei Dank Biathlon-WM, also wirklich spannende Sachen im Fernsehen.

Dr. kommt, erklärt, dass er den bekannten und zwei flächige Tumore entfernt habe, es müsse jetzt der Befund der Pathologie abgewartet werden, der Montag käme.

Insgesamt werden 15 Liter dieser Spülung durchgejagt. Dann habe ich nur noch den Katheder, den ich zuerst ablehne. Außerdem habe ich vom Antibiotikum Cipobay Durchfall. Muss in der Nacht 8 mal unter Zeitdruck, was mit Katheder echt stressig ist.
Am nächsten Tag 10.2. habe ich den Katheder akzeptiert, dann schmerzt er auch weniger. Ich laufe mit Katheder viel durchs Krankenhaus, besuche Leute, die ich dort kenne. Bloß nicht in die Krankenhaus-Lethargie verfallen. Immer die Treppen laufen, 6 Stock runter, 6 Stock hoch, Krankenhaus erkunden, wo ist die Küche, wie viel Cafeterien gibt es usw.

Katheder leeren ist ganz einfach, anders Antibiotikum führt zum Rückgang des Durchfalls. Die Pflege des Penis mit Katheder drin und dem Schlips drum, lernt sich schnell.

Morgen schreibe ich weiter, falls es in der Form den Moderatoren zusagt und den Lesern was bringt

Morgen ist schon heute, nach einer Doppelkopfeinlage und köstlichem Bier  schreibe ich weiter.

Der Sonntag 11.2. in dem Krankenhaus ist ein ruhiger Tag. Ich habe viele Besucher und versuche den Leuten zu erklären, was Blasenkrebs bedeutet. Die einen haben die Leichenbittermienen auf - falsch - die anderen meinen, das ist fast nix - auch falsch -.
Ich habe eine Zeichnung gemacht, analog zum Beratungsbogen, und erkläre den Leuten was passiert ist. Manchen Leuten sage ich auch: "hey, ich bin der Kranke", weil die vor Mitgefühl am Telefon oder am Krankenbett fast zerfließen. Das hilft ja auch nicht so wichtig. Ich lerne am Sonntag viel. Ich frage mich auch, wie mag es Leuten gehen, die noch nicht allzu viel über die Krankheit wissen, wenn so viele Laien sie besuchen und nach bestem Wissen und Gewissen Mitleid verstrahlen.
So ganz nebenbei bin ich aber auch betroffen, denke über die Modalitäten meiner Beerdigung nach - habe ich früher auch schon getan - und weiß, es soll lustig, nicht so tragisch werden.

Endlich Montag, 12.2. der Professor erläutert mir den Befund. 2 Tumore eher flächig, ein Tumor bereits im Beginn in die Blase einzuwachsen. Er benutzt ein Bild, "Stellen sie sich vor, Schimmelpilz. Der Pilz ist bei ihnen nicht nur in der Tapete, auch schon im Putz, aber noch nicht im Mauerwerk." Mit der Transurethalen Resektion, also der OP durch die Harnröhre, ist das erstmal entfernt. Jetzt kommt eine Chemotherapie, eine Spülung hatten sie schon nach der OP. Jetzt erhalten sie wöchentlich eine Instillation mit Mitomycin, durch den Katheder in die Blase. Und nach 6 Wochen machen wir eine Kontroll-Resektion und dann sehen wir weiter.

Ich mache noch zwei Instilllations-Termine mit seinem Sekretariat, dann brauche ich einen Urologen, weil mehr für mich als Kassenpatient/freie Heilfürsorge nicht drin ist.

Am Montag kommt der Katheder raus, jetzt, wo ich mich dran gewöhnt hatte. Der Assistenz- und Stationsarzt - übrigens der Urologe, der mich an dem Sonntag noch zum Schluss untersucht hatte - tut sich immer noch schwer, mit mir über Krebs zu sprechen. Er ist erst 29 Jahre, er kann mich nicht so gut angucken, wenn wir über die Konsequenzen reden. Aber er ist nett. Er hat schon zwei Kinder, eine nette Frau - sagt er - Juristin - und fachsimpelt, diskutiert lieber darüber, ob Klar und Monhaupt frei kommen sollen. Naja, er zieht den Katheder gut, atmen sie mal tief ein, jetzt aus, ein Zug, weg ist er. Das Pinkeln danach tut etwas weh, etwas, aber schön, so ohne den Beutel.
Er gibt mir auch die erste Instillation am 13.2.

Danach lerne ich richtig viel über Blasenkrebs im Internet und diesem Forum,  Danke Detlef, Eckhard, Rainer, Edi, Ziegler, Hexe, ManyB, Thomas und viele andere   

Am anderen Morgen werde ich entlassen. Ich gehe noch am gleichen Tag zu einem Arzt, mit dem ich aus anderen sozialen Projekten befreundet bin. Er empfiehlt einen Urologen, ruft ihn an, ích komme sofort dran. wir verstehen uns gleich gut, er ist etwas jünger als ich, 39, und technisch ganz gut drauf. Ich erzähle vom Befund, habe ja leider noch keinen Brief, sage pTA1 G 2, er korrigiert, es wird pT1 G 2 sein. ER spricht nüchtern über das von mir ausgewählte Krankenhaus - Propser in RE, hält seine Ausbildungsklinik aber für besser - Herne, Marien-Hospital - .

Am 20.2. lasse ich mir den Arztbrief noch mal ausdrucken und sehe so meine Diagnose genau:
pT1 G 2 und 2 x pta.

Ich bin am 20.2. und 27.2. jeweils zur Instillation von 20 mg Mitomycin bei Prof. Kallerhof. 2 Std. vorher nichts mehr trinken und essen. Ich arbeite seit dem 26.2. wieder. Die Instillation dauert netto 5 Minuten, mit Ausziehen und Arztgespräch. Der Katheder wird eingeführt, kaum schmerzhaft. nur an der Prostata. dann Gift rein, blau, sieht aus wie Ajax Glasrein, etwas Luft hinterher, Katheder raus, abwischen, fertig.
Ich gehe dann erstmal zu meinen türk. Friseur und lass mich nass rasieren. Dann bummeln, dann töttern, dann sind die 2 Std. um, Trinken auf Teufel komm raus und aufs Klo. Beim Pinkeln Hände schützen. GV soll nur noch mit Kondom erfolgen. Ich scherze mit Freunden, das Gift wäre geeignet, irgendwelche Bäume, die stören, einfach wegzupinkeln.

Viele Menschen, die ich treffe, tun sich schwer mit meiner Aussage, ich habe Blasenkrebs. Ich schreibe eine Mail, die steht im Forum und teile allen Bekannten und Mitarbeitern mit, was Sache ist. Für mich ein guter Weg, andere tun sich auch damit schwer.

Erste Instillation beim Urologen. Der macht es anders, spritzt keine Luft hinterher. Muss ich erklären. Das blaue Gift im Katheder verschwindet ja nur dann komplett in der Blase, wenn man Luft hinterher spritzt, das machten die beim prof. so. Der lustige Effekt, beim Auspinkeln konnte ich mit dem Allerliebsten Pupsen, auch interessant.
Der Doc sagt, das mache ich nicht, das erhöht das Infektionsrisiko, klingt plausibel. Aber ich führe das Brennen in der Harnröhre auch darauf zurück, dass ein bisschen von dem blauen Gift vielleicht beim Rausziehen des Katheders in der Harnröhre bleibt.

Egal. Bei den beiden Instillationen, die ich länger als zwei Std. drin lasse, stellt sich doch verschärftes Brennen und mehr Harndrang ein. Außerdem glaube ich beim letzten Mal, den Anflug eines Blasenkrampfes zu haben.

Egal, es geht mir überwiegend gut, ich kann mich um meine Arbeit kümmern, zu Hause läuft es auch, ich bin ganz zufrieden mit meiner Krankheit.
Meine Frau, Christine, war bei der Diagnose und bis OP superstark, danach im Loch, auch weil sie realisierte, was es alles bedeuten kann. Freunde helfen ihr, wir beide erarbeiten die Szenarien. Auch beide Jungen, der eine im Abitur, der andere in der Pubertät - ich glaube, das ist schlimmer - haben echte Probleme damit, dass Dad so krank sein soll.

Ich selber rede - wenn es die Leute ansprechen - sehr offen darüber. "Befund abwarten, Blase raus ist möglich, sicher ist Chemo wahrscheinlich BCG, eventuell muss die Blase raus, bei bestimmten Abläufen ist das Lebensrisiko hoch, bei vielen anderen gut beherrschbar."
Mein Glaube nutzt mir, ich sage oft, ich habe keine Angst vor dem Tod, aber ich will noch etwas hier bleiben, es gibt hier viel zu tun und zu sehen. Viele Leute können nicht wirklich über Leben und Tod reden. Ich habe die Rente für meine Frau ausrechnen lassen und auch die Waisenrente für die Kinder.
Aber nicht, weil es alles vorbei ist, sondern weil ich auch das wissen will. Mein Vater hat Lungenkrebs, ich habe schon viele meiner Mitarbeiter sterben sehen, für mich gehört das auch dazu. Aber klar ist auch, ich will weiter leben.
Am 8.2. habe ich meine letzten Zigarillos geraucht, die 'Ernährung habe ich optimiert.

Nach 5 x Chemo habe ich am 21.3. meine Kontroll-TUR. Ich habe schon vorher alle Untersuchungen machen lassen.

Ich arbeite Dienstag noch bis 18.oo h und bin Mittwoch um 07.oo h pünktlich im Prosper-Hospital. Einchecken, Zimmer 607, Schrank einräumen, Bett belegen, warten. Ich frage, wann bin ich dran, Nr. 6, gegen 11.30 h. Es wird 11.oo h, bis ich die LmaA-Pille bekomme, mein Sohn, an dem 'Tag Musterung kommt noch vorbei, dann geht es los. Spinal-Anästhesie wie beim letzten Mal, aber andere Dr., ich weiß, die kennen mich. Hoffe, der Dr. erzählt mehr. tut er aber nicht. Um 12.30 h bin ich komplett vorbereitet, er kommt unhörbar herein. Wieder Oberarzt Bendel, das finde ich gut, er hat ja das erste Mal auch operiert. Ich höre nix. Ich spüre die Instrumente, das Wippen. Ich höre oft das Geräusch der Resektion, ich sehe, wie viele Proben verpackt werden. Nach 20 Min. ist alles vorbei. Der Doc ohne Dr.-titel sagt noch, also wenn da was drin ist, muss die Blase raus.
Mit der Botschaft fahre ich nach oben.
Diesmal wurde tief rezesiert, ich bekomme 20 Liter Spülung, um 18.30 h klingt die Spinalanästhesie ab. Die Spülungen laufen noch die Nacht durch. Dann kommt der Eimer weg und ich habe nur noch den Katheder. Trotz der tiefen Resektion ist der Urin schnell gelb, dann auch weiß, weil ich sehr viel trinke, gute 4 L. Mineralwasser am Tag plus 3 Tassen Kaffe und 2 Tassen Tee.
Ich bin wieder viel unterwegs, als die Spülungen durch sind.
Am 23.3. morgens der Befund durch Oberarzt Bendel keine Krebszellen, sie haben Glück gehabt. Wie läuft es eigentlich mit dem Rauchen? In drei Monaten machen wir erneut eine Resektion.
Ich realisiere langsam, der bestmögliche Befund, der Doc. ist schon n im Gehen, ich sage, sie haben jetzt einen Top-Platz in meiner Biografie. Ich rufe meine Frau an, wir weinen zusammen am Telefon. Dann schicke ich eine Sammel-SMS rum.

Der Prof. sagt, das ist gut, aber Vorsicht, nach dem Skiurlaub geht es mit Mitomycin weiter und dann machen wir die nächste Resektion.

Am 23.3. kommt der Katheder raus, ich komme am 24.3. raus und schreibe das jetzt.

Ich fahre am 21.3. Skilaufen, am 16.3. geht Mitomycin weiter und ich berichte weiter.
Andy:-)


Admin:

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« Letzte Änderung: 06. Juli 2007, 10:48 von admin »

admin

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Blasenkrebs als Berufserkrankung
« Antwort #1 am: 25. März 2007, 11:32 »

Blasenkrebs als Berufserkrankung!


Hallo Andy,

mein B.Ca. war eine Berufserkrankung.
Unter anderem habe ich auch mit solchen Stoffen arbeiten müssen.

Ich empfehle dir, ein Schreiben mit Hinweisen zu erfassen, und dies der Berufsgenossenschaft per Einschreiben zu senden (für Österreich: an die AUVA). Kannst es mir gerne vorher mailen - bin beim Arbeits- und Sozialgericht seit 20 Jahren tätig.

Gruß

Dietmar


PS: Und schaue ein bisserl ins Forum http://www.harnblasenkrebs.de/Forum/,
dort auch ins Österreichforum,
unter Berufserkrankung, B. Ca. Latentzeit (durchschnittlich 26 Jahre!) etc.

Email an: kontakt(A)krebsforum.at
« Letzte Änderung: 25. März 2007, 11:43 von admin »

GünterG

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Blasenkrebs, Andy, pT1G 2 und 2x pTa.
« Antwort #2 am: 30. Oktober 2007, 21:17 »
Hallo,

habe deinen Text gelesen, mir erging es fast ebenso,

werde mein Tagebuch bald mal hier veröffentlichen.
« Letzte Änderung: 30. Oktober 2007, 21:41 von admin »

GünterG

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Wie kann ich meine Geschichte (Blasenkrebs) hier eintragen?
« Antwort #3 am: 02. November 2007, 19:40 »
Hallo Andy,
ich habe deine bewegte Geschichte gelesen. Ich habe ebenfalls eine Art "Tagebuch" geschrieben.Es beginnt mit der Diagnose " Tumor" und endet mit der 1 Blasenspiegelung nach der OP. will meine Geschichte ins Forum stellen.
Meine Frage: Wie kann ich meine Datei aus Word hochladen und sie einstellen.Vielleicht weist du wie das geht!
Du kannst mich über meine E-Mail :"G.Greff@web.de" besser erreichen,da ich mich tagsüber länger aufhalte.
Gruß Günter


Admin:
Servus Günter, so haben wir unser "Packl"! Gut, dass du es dir zusammengeschrieben hast. Viele Betroffene, egal
mit welcher Krebsart, leben und denken dabei mit.
Du brauchst nur dein Dokument markieren, kopieren und hier einfügen. Lediglich Absätze, Fettdrucke, Farbe, Unterstreichungen musst du hier neu gestalten. Pro Eintragung sind 20.000 Zeichen möglich, dann einfach "Fortsetzung".
PS: Das "Re" beim Betreff habe ich entfernt, dass es bei der Aufstellung der letzten Beiträge übersichtlicher ist.
« Letzte Änderung: 03. November 2007, 02:19 von admin »