Autor Thema: HPV-Impfung, Internationale Berichte  (Gelesen 4941 mal)

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Gitti

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HPV-Impfung, Internationale Berichte
« Antwort #15 am: 01. April 2008, 22:18 »
29.03.2008 - HPV-Impfung auch weiterhin empfohlen

Die Impfung gegen krebserregende Humane Papillomviren wird von Experten nach wie vor als sicher und gut verträglich eingestuft       
Die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) hält weiterhin an ihrer Empfehlung zur Impfung gegen krebserregende Humane Papillomviren (HPV) fest. Während des 28. Deutschen Krebskongresses in Berlin unterstrichen Experten der DKG, dass der Impfstoff auch nach eingehender Überprüfung als sicher und verträglich eingestuft werden kann. Zuletzt hatten Meldungen über Todesfälle, die in zeitlichem Zusammenhang mit HPV-Impfungen standen, für Verunsicherung in der Bevölkerung gesorgt.

Dabei handelte es sich um zwei junge Frauen aus Deutschland bzw. Österreich, die unmittelbar nach der zweiten bzw. einige Wochen nach der ersten HPV-Impfung plötzlich verstorben waren. In beiden Fällen bestand zwar ein zeitlicher Zusammenhang zur Impfung, ein ursächlicher konnte jedoch auch durch eine eingehende Obduktion nicht hergestellt werden. Da in beiden Fällen keine Todesursache feststellbar war, wurden sie als "ungeklärte Todesfälle" eingestuft.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes tritt unter 15- bis 20-jährigen Frauen ein ungeklärter Todesfall pro 100.000 und Jahr auf, also etwa alle zwei Wochen einer. Da im Jahr 2007 zwei Fünftel der 15- bis 20-jährigen Frauen gegen HPV geimpft wurden, handelt es sich bei den beiden Todesfällen vermutlich um ein zufälliges Zusammentreffen unabhängiger Ereignisse. Auch bisherige Untersuchungen durch die US-amerikanische Krankheitskontrollbehörde (Center for Disease Control, CDC) und die Zulassungsbehörde für Arzneimittel (Federal Drug Association, FDA) ergaben keine Häufung von Erkrankungen oder Komplikationen durch die HPV-Impfung. Eine Neubewertung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses scheint deshalb nach Aussage von Experten nicht notwendig.

Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 6.500 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Mehr als 70 Prozent dieser Fälle gehen vermutlich auf Infektionen mit den krebserregenden HP-Viren vom Typ 16 und 18 zurück, gegen die sich der Impfstoff u.a. richtet.

Jutta

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HPV-Impfung, Internationale Berichte
« Antwort #16 am: 25. August 2008, 23:26 »


Donnerstag, 21. August 2008

Boston – Eine Impfung mit Gardasil® ist nur unter der Prämisse einer lebenslangen Immunität kosteneffektiv, wenn möglichst viele Mädchen im Alter von zwölf Jahren erreicht werden. Eine Nachholimpfung („catch-up“) älterer Teenager und junger Frauen rechnet sich nach einer Studie im New England Journal of Medicine (2008; 359: 821-832) für die Gesellschaft nicht.

Es gibt keine absoluten Kriterien dafür, bis zu welchen Kosten eine medizinische Maßnahme wirtschaftlich vertretbar ist. Für die USA wird häufig eine Grenze von 50.000 US-Dollar pro Qualitätskorrigiertem Lebensjahr (QALY) genannt. Die Impfung mit dem Impfstoff Gardasil liegt nach den Ergebnissen der Computersimulation von Jane Kim von der Harvard School of Public Health in Boston mit 43.600 US-Dollar pro QALY knapp darunter.

Sie wäre demnach vertretbar. Dies gilt allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Teenager im Alter von 12 Jahren mit Gardasil geimpft werden (die Konkurrenzvazine Cervarix® von GlaxoSmithKline wurde nicht in die Studie einbezogen, weil sie in den USA nicht zugelassen ist). Für diese Zielgruppe bessert sich die Kosten-Effektivität auf 34.900 US-Dollar pro QALY, wenn die Tatsache berücksichtigt wird, dass Gardasil (anders als Cervarix®) auch vor anogenitalen Warzen schützt.

Diese Zahlen setzen allerdings voraus, dass die Immunität durch die drei Impfungen lebenslang anhält, was derzeit, da die Erfahrungen aus klinischen Studien erst fünf Jahre berücksichtigen (bei Cervarix® 6,5 Jahre) noch nicht feststeht.

Die Harvard-Forscher haben deshalb die Kosten-Effektivität auch für das ungünstige Szenario einer auf zehn Jahre begrenzten Immunität berechnet. Für diesen Fall müssten 144.100 US-Dollar pro QALY aufgewendet werden, was die meisten Experten nicht mehr als kosteneffektiv betrachten würden. Allerdings könnte in diesem Fall eine Booster-Impfung die Immunität wieder herstellen, was die Kosten-Effektivität auf 83.300 US-Dollar pro QALY verbessern würde. Aber auch dann wäre die Grenze von 50.000 US-Dollar überschritten.

In der Pressemitteilung schreibt die Autorin, dass die Wirkung der Impfung mindestens 20 Jahre anhalten müsste, damit die Gardasil-Impfung von 12-Jährigen kosteneffektiv bleibt. Eine weitere Voraussetzung wäre eine hohe Beteiligung an der Impfung. Denn zur den Kosten-Nutzen-Überlegungen gehört eine Erhöhung des Eintrittsalters für die derzeitige Früherkennung (Pap-Screening) und die Verlängerung der Intervalle auf drei bis fünf Jahre.

Ein völliger Verzicht auf das Screening kommt derzeit nicht infrage, da die Impfung nur etwa 70 Prozent aller Zervixkarzinome verhindert, da nicht alle onkogenen Varianten des humanen Papillomavirus abgedeckt werden.

Nicht kosteneffektiv (unter der Voraussetzung der 50.000-Dollar-Regel) ist ein Catch-Up, das die US-amerikanische Impfkommission (Advisory Committee on Immunization Practices, ACIP) für junge Frauen bis zum Alter von 26 Jahren empfiehlt. Dies würde 152.700 US-Dollar pro QALY kosten, auch das Catch-Up bis zum Alter von 21 Jahren (120.400 US-Dollar pro QALY) oder bis zum Alter von 18 Jahren (97.300 US-Dollar pro QALY) läge oberhalb der Grenze zur Kosteneffektivität. © rme/aerzteblatt.de
Links zum Thema

» PDF der Studie

» PDF des Editorials

» Pressemitteilung der Harvard School of Public Health

» Stellungnahme von Merck & Co


Dietmar E.

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Über 280.000 Frauen sterben jährlich an Gebärmutterhalskrebs
« Antwort #17 am: 05. Oktober 2008, 12:47 »

   London

   - Gebärmutterhalskrebs ist bei Frauen weltweit die zweithäufigste
Todesursache durch Krebs

   - Jährlich wird bei weltweit einer halben Million Frauen
Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert

   - Über 280.000 Frauen sterben jährlich an Gebärmutterhalskrebs

   - Gebärmutterhalskrebs wird durch humane Papillomviren (HPV)
verursacht, kann aber durch Früherkennung und HPV-Impfung weitgehend
verhindert werden

   WAS:

   - Gründung des WACC-Netzwerks (Women Against Cervical Cancer -
Frauen gegen Gebärmutterhalskrebs), eines neuen, internationalen
Netzwerks von Freiwilligenorganisationen, Institutionen,
nicht-staatlichen Organisationen und Einzelpersonen, die sich dem
Kampf gegen den Gebärmutterhalskrebs verschrieben haben. Durch
Aufklärungsmassnahmen, die sich ebenso an Gesundheitsfachleute wie an
die allgemeine Öffentlichkeit richten, wollen das WACC-Netzwerk und
seine Mitglieder das Bewusstsein für die Ursachen und für vorbeugende
Massnahmen im Zusammenhang mit Gebärmutterhalskrebs schärfen.

   - Das WACC-Netzwerk wird unter der Schirmherrschaft von EUROGIN
(EUropean Research Organization on Genital Infection and Neoplasia)
ins Leben gerufen. EUROGIN ist eine führende, internationale und
multidisziplinäre Organisation und befasst sich mit
Forschungsarbeiten, Schulungen, Untersuchungen, Vorbeugung und
Information zu Geschlechtskrankheiten, Vorstufen zu Krebs und
Krebserkrankungen bei Frauen. EUROGIN wurde vor 20 Jahren gegründet
und sieht dringenden Bedarf für ein globales Netzwerk, das speziell
auf Frauen und die breite Öffentlichkeit ausgerichtete Aufklärung
betreibt. Das WACC-Netzwerk zielt mit seinem WACC-Forum, seinen
Aufklärungsmassnahmen, durch Förderung und Umfragen genau hierauf ab.

   - Die allererste Umfrage der WACC wird den Weg erkunden, den
Frauen nach der ersten Diagnose eines Gebärmutterhalskrebses bis zur
Behandlung zurücklegen müssen und ihre Suche nach Aufklärung sowie
die Auswirkungen, die der Krebs auf ihren Alltag ausübt, umfassen.

   WANN: Mittwoch, den 12. November 2008 UHRZEIT: 11:00 - 14.00

   WER:

   Zu den Vortragenden gehören Fachleute auf dem Gebiet,
internationale und europäische Aushängeschilder, Repräsentanten
angesehener Interessensgruppen wie der Weltgesundheitsbehörde (WHO),
der IPPF (International Planned Parenthood Federation) und der FIGO
(International Federation of Gynecology and Obstetrics) sowie
berühmte Persönlichkeiten.

   WO:

   EUROGIN 2008, Kongresszentrum ACROPOLIS, 1 Esplanade Kennedy,
06300 NIZZA, FRANKREICH: http://www.nice-acropolis.com.

   Zur Anmeldung und für weitergehende Informationen besuchen Sie
bitte die Website unter http://www.eurogin.com/2008/wacc.

Rückfragehinweis:
  Zur Anmeldung und für weitergehende Informationen wenden Sie sich
  bitte an Katy Compton-Bishop unter +44-(0)20-7462-8922 bzw. per
  E-Mail: kcompton-bishop@ruderfinn.co.uk
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Gitti

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Re: HPV-Impfung, Internationale Berichte
« Antwort #18 am: 26. Oktober 2008, 00:52 »
Warzen-Viren machen nicht nur Gebärmutterhals-Krebs

Bei Immunschwäche können sie auch weißen Hautkrebs auslösen.

Beitrag von Ulrike Till

Dass bestimmte Warzen-Viren Gebärmutterhalskrebs auslösen können, ist spätestens seit dem 6. Oktober allgemein bekannt. Denn an diesem Tag hat der ehemalige Chef des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg, Prof. Harald zur Hausen, für diese Entdeckung den Medizin-Nobelpreis bekommen. Die Entdeckung selbst liegt freilich schon mehr als ein viertel Jahrhundert zurück.

Die sogenannten Papilloma-Viren richten aber offenbar auch anderswo im Körper Schaden an: So spielen sie eine zentrale Rolle bei den meisten Fällen von hellem Hautkrebs. Und genau darum ging es in dieser Woche auf einem Kongress - natürlich ebenfalls am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg.

Jutta

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Re: HPV-Impfung, Internationale Berichte
« Antwort #19 am: 12. November 2008, 19:24 »
EUROGIN / 12.11.2008 / 09:08 / OTS0038 5 WA 1190 PRN0003   

'Frauen gegen Gebärmutterhalskrebs' - Ein neues internationales Netzwerk für die Stärkung von Frauen durch Aufklärung =

   Nizza, Frankreich, November 12 (ots/PRNewswire) -

   - Umfrage zeigt, dass bedeutende Wissens- und
Informationsdefizite unter Frauen zu unnötiger Angst und Besorgnis
über eine vermeidbare Krankheit führen

   Heute veröffentlichte Ergebnisse einer neuen Umfrage zeigen
bedeutende Informations- und Aufklärungsdefizite in Bezug auf die
Vorbeugung, Behandlung und Konsequenzen von Gebärmutterhalskrebs und
führen zu unnötiger Angst und Besorgnis unter Frauen.(i)
Gebärmutterhalskrebs ist heute als Ergebnis wirksamer Hilfsmittel
weitgehend vermeidbar. Durch einen Mangel an Wissen, Informationen
und Gesundheitsfürsorge sterben jedes Jahr jedoch noch beinahe
280.000 Frauen an dieser Erkrankung. Damit ist Gebärmutterhalskrebs
bei Frauen weltweit die zweithäufigste Todesursache durch
Krebs.(ii),(iii),(iv)

   Die Ergebnisse der neuen Umfrage, die unter europäischen Frauen
durchgeführt wurde, bei denen im Rahmen einer Abstrichuntersuchung
des Gebärmutterhalses abnormale Zellen diagnostiziert wurden, gehen
mit der Gründung des WACC-Netzwerks (Women Against Cervical Cancer -
Frauen gegen Gebärmutterhalskrebs) einher, einem neuen
internationalen Netzwerk von Freiwilligenorganisationen,
Institutionen, nicht-staatlichen Organisationen und Einzelpersonen,
die sich dem Kampf gegen den Gebärmutterhalskrebs verschrieben haben.
Das WACC-Netzwerk und seine Mitglieder haben sich das Ziel gesetzt,
durch Aufklärungsinitiativen, die sowohl an medizinisches
Fachpersonal als auch an die breite Öffentlichkeit gerichtet sind,
das Bewusstsein für die Ursachen und vorbeugende Massnahmen in
Verbindung mit Gebärmutterhalskrebs zu erhöhen. Dieser Auftrag wird
durch die Umfrageergebnisse unterstützt, in denen bis zu 82 % der
befragten Frauen äusserten, dass ein dringender Bedarf an mehr
Informationen über Gebärmutterhalskrebs, den humanen Papillomavirus
(HPV) und seine Vorbeugung besteht.(i)

   "Obwohl die seit kurzem verfügbare Impfung gegen das humane
Papillomavirus (HPV) zur Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs
bedeutet, dass heute mehr Informationen und Wissen über die Krankheit
und ihre Ursachen zur Verfügung stehen, gibt es weiterhin einen
anhaltenden und dringenden Bedarf für die Aufklärung der
Öffentlichkeit", sagte Dr. Joseph Monsonego, Präsident von EUROGIN
und des WACC-Netzwerks in Frankreich. "Durch die Wappnung von Frauen
mit dem Wissen über die Vorbeugung und den Schutz vor
Gebärmutterhalskrebs sowie durch die Unterstützung der Frauen im
Rahmen von Behandlungen und anderen Massnahmen werden wir in der Lage
sein, die bedeutenden emotionalen und körperlichen Belastungen dieser
Frauen zu reduzieren. Mithilfe des WACC-Netzwerks und seinen
Mitgliedern können wir diese Wissenslücke schliessen und Frauen die
Unterstützung und Versicherung gewähren, für die eindeutig ein Bedarf
vorhanden ist."

   Jährlich werden weltweit rund eine halbe Million Frauen mit
Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert, und diese Zahl zeigt in vielen
Populationen einen Aufwärtstrend.(v) Es ist jedoch heute möglich, das
Auftreten dieser Krebsart durch Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen
erfolgreich zu verhindern.(iii,iv)

   Neben der Bereitstellung von Informationen und Aufklärung über
die Vorbeugung hat sich das WACC-Netzwerk zum Ziel gesetzt, Frauen
vor, während und nach der medizinischen Behandlung von
Gebärmutterhalskrebs zu begleiten. Dies wird erreicht durch
Einrichtung eines Forums zur gegenseitigen Hilfe und Unterstützung
unter Frauen, der Bereitstellung von Aufklärungsmaterialien zur
Unterstützung von Frauen während und nach der Behandlung sowie durch
die Bereitstellung psychologischer Unterstützung der Frauen, die
diesen Beistand wünschen - ein weiterer eindeutiger Bedarf, der durch
die Umfrageergebnisse identifiziert wurde.

   Professor Sergio Pecorelli, Leiter der Abteilung Gynäkologie und
Geburtshilfe an der Universität Brascia in Italien, bemerkte zur
Bildung des neuen WACC-Netzwerks: "Das Hauptziel des WACC-Netzwerks
besteht in der Beseitigung des Mangels an Informationen, Aufklärung
und Unterstützung, der derzeitig in Verbindung mit
Gebärmutterhalskrebs, seiner Vorbeugung und seiner Behandlung zu
verzeichnen ist. Am wichtigsten sind dabei die emotionalen
Konsequenzen und - wie unsere Umfrage zeigt - die Konsequenzen für
die Zukunft der Frauen als Mütter. Dies sind äusserst wichtige und
echte Bedenken unter Frauen, die mit abnormalen Testergebnissen
konfrontiert werden. Frauen müssen daher wissen und versichert
werden, dass ein abnormaler Test, bei frühzeitiger Erkennung,
bedeutet, dass die meisten Frauen behandelt werden und ein
erfolgreiches Familienleben haben können."

   Das WACC-Netzwerk wurde unter der Schirmherrschaft von EUROGIN
(EUropean Research Organization on Genital Infection and Neoplasia)
ins Leben gerufen. Bei der Gründung kamen Experten aus aller Welt,
einschliesslich Organisationen wie die Weltgesundheitsorganisation
(WHO - World Health Organisation), die Internationale Vereinigung für
Gynäkologie und Geburtshilfe (FIGO - International Federation of
Gynecology and Obstetrics) und die internationale Dachorganisation
von Familienplanungsgesellschaften (IPPF - International Planned
Parenthood Federation) sowie eine Reihe von Fach- und
Patientenorganisationen zusammen, um ihr Engagement für den Kampf
gegen Gebärmutterhalskrebs durch ihre Unterschrift unter einer
Grundsatzerklärung zu bekunden.

   Redaktionelle Hinweise

   Informationen zu Gebärmutterhalskrebs

   An Gebärmutterhalskrebs bzw. Zervixkrebs (das Organ, das die
Gebärmutter mit der Scheide verbindet) erkranken jährlich beinahe
500.000 Frauen weltweit.(iii) Diese Krebsform hat bei Frauen in den
Entwicklungsländern die höchste Mortalitätsrate und ist die
zweihäufigste bei Frauen auftretende Krebsart.(iii)

   Es gibt zwei Hauptarten von Gebärmutterhalskrebs: das
Plattenepithelkarzinom (ca. 80-90 % aller Fälle von
Gebärmutterhalskrebs) und das Adenokarzinom. (vi)
Gebärmutterhalskrebs ist gewöhnlich eine sich langsam entwickelnde
Krebsart, deren Symptome sich oft erst in fortgeschrittenen Stadien
der Erkrankung einstellen.(vii) Obwohl Gebärmutterhalskrebs in Zellen
mit präkarzinomatösen Veränderungen beginnt, entwickeln nur einige
Frauen mit Vorstufen zu Krebs auch invasiven
Gebärmutterhalskrebs.(vi)

   Es wird geschätzt, dass das humane Papillomavirus (HPV) 100 %
aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs verursacht.iii Früherkennung und
HPV-Impfung sind zwei der herausragenden Möglichkeiten, deren
Kombination eine bessere Vorbeugung der Krankheit und
Gesundheitsfürsorge von Frauen gewährleisten kann. Das WACC-Netzwerk
tritt für ihre gebührende und gleichberechtigte Implementierung ein,
um Gebärmutterhalskrebs als Krankheit zu eliminieren.

   Informationen zum Women Against Cervical Cancer Network

   Das WACC-Netzwerk (Women Against Cervical Cancer - Frauen gegen
Gebärmutterhalskrebs) gehört zur WACC-Stiftung und ist Teil eines
neuen internationalen Netzwerks von Freiwilligenorganisationen,
Institutionen, nicht-staatlichen Organisationen und Einzelpersonen,
die sich dem Kampf gegen den Gebärmutterhalskrebs verschrieben haben.
Das Ziel des WACC-Netzwerks besteht in der Schaffung einer Welt, in
der alle Frauen über das humane Papillomavirus (HPV), die damit
verbundenen Erkrankungen sowie Möglichkeiten zur Vorbeugung und
Kontrolle von Gebärmutterhalskrebs informiert sind, damit sie
fundierte Entscheidungen treffen und entsprechende Massnahmen
ergreifen können, um die Erkrankungen zu eliminieren.

   Die in Genf ansässige WACC-Stiftung verfügt über den Status einer
schweizerischen gemeinnützigen Organisation im öffentlichen Interesse
und wurde im Juni 2008 von den Schweizer Behörden genehmigt. Die
Stiftung betreibt das WACC-Forum und -Netzwerk,
Aufklärungsmassnahmen, Umfragen, Förderung und seine offiziellen
Aktivitäten. Durch Beschaffung von Finanzmitteln wird die Stiftung
die Aufklärung von Frauen über Gebärmutterhalskrebs vorantreiben und
unterstützen sowie die Gesundheitsfürsorge von Frauen und die
Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs fördern.

   Die Stiftung fungiert unabhängig von politischen und
kommerziellen Interessen und ersetzt keine andere Organisation oder
Gesundheitsfachleute in diesem Bereich.

   Informationen zu EUROGIN

   EUROGIN ist eine führende, internationale und multidisziplinäre
Organisation und befasst sich mit Forschungsarbeiten, Schulungen,
Untersuchungen, Vorbeugung und Information zu Geschlechtskrankheiten,
Vorstufen zu Krebs sowie Krebserkrankungen bei Frauen. EUROGIN wurde
vor 20 Jahren gegründet und sieht dringenden Bedarf für ein globales
Netzwerk, das speziell auf Frauen und die breite Öffentlichkeit
ausgerichtete Aufklärung betreibt. Das WACC-Netzwerk zielt mit seinem
WACC-Forum, seinen Aufklärungsmassnahmen, durch Förderung und
Umfragen genau hierauf ab.

   Literatur:

   (i) WACC Voice of Women Survey Preliminary Results - Oktober 2008

   (ii) National Cervical Cancer Coalition. Verfügbar unter:
http://www.nccc-online.org. Aufgerufen am 4. November 2008.

   (iii) World Health Organisation. Cervical Cancer, Human
Papillomavirus (HPV) and HVP Vaccines. Key Points for Policy-makers
and Health Professionals. WHO 2007.

   (iv) National Cancer Institute. Cervical Cancer Prevention PDQ.
Verfügbar unter: http://www.cancer.gov/cancertopics/pdq/prevention/ce
rvical/patient/page2.

   (v) Center for Disease Control and Prevention. Verfügbar unter:
http://www.cdc.gov/cancer/cervical/statistics. Aufgerufen am 4.
November 2008.

   (vi) American Cancer Society. Detailed Guide: Cervical Cancer.
Verfügbar unter: http://www.cancer.org/docroot/lrn/lrn_0.asp.
Aufgerufen am 4. November 2008.

   (vii) National Cancer Institute. About Cervical Cancer. Verfügbar
unter: http://www.cancer.gov/cancertopics/types/cervical. Aufgerufen
am 4. November 2008

   Website: http://www.eurogin.com/wacc

Rückfragehinweis:
  Weitere Informationen erhalten Sie von: Katy Compton-Bishop, im
  Auftrag von EUROGIN: +44-207-462-8922

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

OTS0038    2008-11-12/09:08

http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20081112_OTS0038&mabo=1

« Letzte Änderung: 12. November 2008, 19:27 von Jutta »

Evi

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31/12/08,16:21, Elsevier Von Jonathan Gardner

Großbritannien beschleunigt HPV-Impfplan für Mädchen

Mehr als 70 Prozent aller 12- und 13-jährigen Mädchen haben in Großbritannien ihre erste Impfung gegen das humane Papillomavirus erhalten, seit die Regierung im September eine landesweite Kampagne ausgerufen hatte. Das gab das Gesundheitsministerium am 22. Dezember bekannt.

Das Ministerium konstatierte, dass die hohe Aufnahme der HPV-Vakzine Cervarix im ersten Jahr dieses Programms es der Regierung erlauben werde, ein Nachholprogramm zu beschleunigen, in dessen Rahmen auch Mädchen in höheren Altersgruppen geimpft werden sollen.

Wie das Ministerium erklärte, bieten bereits http://www.univadis.de/medical_and_more/de_DE_News_Article_Medical?profileAOI=19&profileAOIName=Gyn%C3%BDkologie&articleItemId=fc052af8e96654db8526df2cc8ae1b08